Abschied von Pfarrer Fritz Schäffer
Ich
bin die Auferstehung und das Leben.Seine Jugendzeit war nicht leicht. Vor Vollendung des
14.Lebensjahres starb der Vater, Das Abitur gemacht im März 1933.
Dann Arbeitsdienst, Studium, Ausbildung, Kriegsdienst. Viele
Stationen, auch die der Pfarrdienste ab September 1945: Gehlenbeck,
Körne-Wambel, damals noch ein Pfarrbezirk von St.Reinoldi Dortmund,
Religionsunterricht, Dozent an der Musikhochschule Dortmund, 4
Kinder , Orts- und Ordinationsjubiläen, Pensionierung am 31.12.1974.
Und dann, wenn bei anderen dann der Lebenslauf erst einmal
abgeschlossen ist, beginnt er bei Fritz Schäffer erst richtig.
Ruhestandszeit: Ab 1.1.1975: Religionsunterricht an Grundschule,
Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sonderschule,
Kurpredigertätigkeiten Bad Lauerberg, Bad Sachsa, Bad Reichenhall,
Schloß Kranzbach, Bad Lippspringe, Dann 20monatige
Pfarrstellenvertretung, 8 Jahre Posaunenchorleitung im benachbarten
Schlangen. Und: Einen Tag vor dem 55. Hochzeitstag starb seine
geliebte Frau Elisabeth … Der große Einschnitt in seinem Leben, wie
es später noch andere gab. Der Tod so mancher Wegbegleiter und –
ganz besonders schmerzlich – der Tod eines Sohnes.
Es hörte nicht auf, das Wort Gottes zu verkünden. Mit Wort und
Sakrament, mit der Schreibmaschine in seinem „ Wort zum Sonntag“ in
der Samstagausgabe der Schlänger Zeitung, in vielen Begegnungen. Und
immer wieder in der Musik und im Choral. „Gesungen ist doppelt
gebetet.“ Das war kein Spruch, das war gelebter Glaube von Fritz
Schäffer.
Unser Dank gilt in erster Linie Gott, der ihm so viele Fähigkeiten
verliehen hatte. Er wusste, dass er seine Gaben seinem Schöpfer
verdankte. Fritz Schäffer kannte keine „Menschenscheu“ – um diese
Wort unseres Gesangbuches zu gebrauchen - um seinen Glauben
überzeugend, ehrlich, mit Leidenschaft, ohne Angst vor anderen zu
leben. Er scheute keinen Disput, aber er suchte immer den Ausgleich.
„Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst“- das Doppelgebot
der Liebe stand bei immer höher als das Recht-Haben- Wollen.
© Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe 19.05.10