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Abschied von Pfarrer Fritz Schäffer

Pfarrer i.R. Fritz SchäfferIch bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben,
auch wenn er stirbt. Johannes 11,25

Am Abend des Sonntags Jubilate durfte
Fritz Schäffer
Pfarrer i.R.
* 4. Juli 1914 † 25. April 2010
nach einem langen und erfüllten Leben in
Frieden sterben. Sein Leben kehrt zurück in
die Hände seines Schöpfers.

Seine Jugendzeit war nicht leicht. Vor Vollendung des 14.Lebensjahres starb der Vater, Das Abitur gemacht im März 1933. Dann Arbeitsdienst, Studium, Ausbildung, Kriegsdienst. Viele Stationen, auch die der Pfarrdienste ab September 1945: Gehlenbeck, Körne-Wambel, damals noch ein Pfarrbezirk von St.Reinoldi Dortmund, Religionsunterricht, Dozent an der Musikhochschule Dortmund, 4 Kinder , Orts- und Ordinationsjubiläen, Pensionierung am 31.12.1974.

Und dann, wenn bei anderen dann der Lebenslauf erst einmal abgeschlossen ist, beginnt er bei Fritz Schäffer erst richtig. Ruhestandszeit: Ab 1.1.1975: Religionsunterricht an Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sonderschule, Kurpredigertätigkeiten Bad Lauerberg, Bad Sachsa, Bad Reichenhall, Schloß Kranzbach, Bad Lippspringe, Dann 20monatige Pfarrstellenvertretung, 8 Jahre Posaunenchorleitung im benachbarten Schlangen. Und: Einen Tag vor dem 55. Hochzeitstag starb seine geliebte Frau Elisabeth … Der große Einschnitt in seinem Leben, wie es später noch andere gab. Der Tod so mancher Wegbegleiter und – ganz besonders schmerzlich – der Tod eines Sohnes.

Es hörte nicht auf, das Wort Gottes zu verkünden. Mit Wort und Sakrament, mit der Schreibmaschine in seinem „ Wort zum Sonntag“ in der Samstagausgabe der Schlänger Zeitung, in vielen Begegnungen. Und immer wieder in der Musik und im Choral. „Gesungen ist doppelt gebetet.“ Das war kein Spruch, das war gelebter Glaube von Fritz Schäffer.

Unser Dank gilt in erster Linie Gott, der ihm so viele Fähigkeiten verliehen hatte. Er wusste, dass er seine Gaben seinem Schöpfer verdankte. Fritz Schäffer kannte keine „Menschenscheu“ – um diese Wort unseres Gesangbuches zu gebrauchen - um seinen Glauben überzeugend, ehrlich, mit Leidenschaft, ohne Angst vor anderen zu leben. Er scheute keinen Disput, aber er suchte immer den Ausgleich. „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst“- das Doppelgebot der Liebe stand bei immer höher als das Recht-Haben- Wollen.


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© Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe  19.05.10