Petra Figge

Ihr und Wir

Gebet der Religionen im Arminiuspark

Gebet der Religionen

Assyrische Folklore und Speisen

Beim Gebet der Religionen am Wochenende im Bad Lippspringer Arminiuspark
beten gemeinsam um den Weltfrieden und eine bessere Verständigung untereinander:  v.l.: Pfarrer Georg Kersting (Katholische Kirche), Iman Abdul Naser (Islam), Wilfried Gruppe (Bahai), Alexander Goss (Freie Christengemeinde), Detlev Schuchardt (evangelische Kirche), Modjgan Bidardel, (Organisatorin von Ihr und Wir), Pastor Simon Demir (Syrisch-Orthodoxe Kirche). 

Fotos: Petra Figge

Nicht nur ihre Volkstänze, sondern auch Speisen ihres Landes bot die Assyrische Folkloregruppe während des Festes der Begegnung im Bad Lippspringer Arminiuspark an. Ein Teller mit gefüllten Weinblättern, Kutle (Gries mit Gehacktem) und Tabule (Salat mit Gurken und Tomaten) präsentiert hier die siebenjährige Melissa neben ihrem Bruder Ninib. Dahinter von links, Mitglieder ihrer Familie: Maria, Eros, Janet und Seyde.

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Bad Lippspringe, 13. Juli 2003. (psi). “Die Ereignisse der Weltsituation zeigen die Nöte der Zeit”, begrüßte Modjgan Bidardel, Mitorganisatoren des Gebetes der Religionen und des Festes der Begegnung, am Wochenende im Bad Lippspringer Arminiuspark die Gäste. Gewidmet war der Tag allen, die ein Zeichen setzten wollten für ein gewaltfreies Zusammenleben der Kulturen bei freier Religionswahl.

Und so waren die wichtigsten Weltreligionen wie die Bahai-Gemeinschaft, die Evangelische Kirche, die Freie Christengemeinde, die Islamische Gemeinschaft, die Katholischen Kirche und die Syrisch-Orthodoxe Kirchengemeinde auch vertreten. Zum Teil fremdländische Klänge klangen durch den Park, als der Iman der Islamischen  Gemeinschaft zum Gebet aufrief.

Doch der Zweck der Veranstaltung, um den Frieden in der Welt und das friedliche Miteinander aller Bevölkerungsgruppen zu beten, lag allen gemeinsam am Herzen.

Nachmittags, beim Fest der Begegnung, hatten die Kulturen in zwangsloser Atmosphäre genügend Gelegenheit sich näher kennen zu lernen. Für die Unterhaltung der Kleinsten war bestens gesorgt und zu tun gab es reichlich. Mit Musik und Tanz unterhielten die beteiligten Gruppen die Gäste.

Eine Latein-Amerikanische Gruppe aus Osnabrück zeigte ihr Können, der Diversity Dance Workshop präsentierte sozialkritische, nachdenklich machende Themen auf anschauliche Art. Ferner beteiligten sich die Klassen 5 und 10 der Städtischen Hauptschule Bad Lippspringe an den Aufführungen, und zeigte die assyrische Folkloregruppe ihre heimatlichen Tänze.

Für weitere Unterhaltung sorgte der italienische Sänger „Pino“ und der Chor der Freien Christengemeinde. Gegen eine geringe Gebühr konnten Speisen aus Indien, Persien, Arabien, Russland, der Türkei und anderen Gegenden probiert werden. Länder, die als Reiseziele sehr beliebt, doch der Kontakt als Nachbar eher vermieden wird. „Noch nie war die Welt so klein, und so weit der Weg“, äußerte Modjgan Bidardel während ihrer Begrüßung. Hier, im Bad Lippspringer Arminiuspark, war der Weg ganz nah – und viele Besucher nutzen auch die Chance mit dem Nachbar
ein Gespräch zu führen.

 
17. Juli 2003

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