Kalender für die Kinder von Sao Paulo

Ein Kalender von und für die Kinder von Sao Paulo, realisiert von Claudia Bredt, Lehrerin in Paderborn

Claudia Bredt und Matheus
Claudia Bredt mit Matheus, Ingrid Köly-Hells Pflegesohn, am TIETE Busbahnhof in Sao Paulo

Claudia Bredt ist Sonderschullehrerin und Fachleiterin am Studienseminar für Lehrämter an Schulen, Paderborn I, Seminar Sonderpädagogik. Im Schuljahr 2005/06 nahm sie ein Sabbatjahr und hatte so die Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten.

Eine ihrer Reisen führte sie im März und April 2006 für sechs Wochen nach Brasilien. Ihr Interesse galt den Menschen, insbesondere den Kindern in den Armenvierteln Sao Paulos, den sog. Favelas. In der 17 Millionen Metropole bewegen sich etwa 80 Prozent der Bevölkerung unter dem Existenzminimum.

Während im Zentrum der Stadt das Wirtschaftsleben expandiert, leben an den Randlagen Menschen notdürftig auf engstem Raum, oft ohne Arbeit, von Krankheit, Drogen, Gewalt bedroht oder betroffen. Auch wenn dem Staat Brasilien die medizinische Versorgung immer besser gelingt, z.B. durch kostenlose Medikamente für Aids-Kranke, ist die ehrenamtliche Unterstützung, die Hilfe zur Selbsthilfe durch verschiedene Organisationen und Vereine eine wesentliche Grundlage zum Überleben in den Favelas.

Über „Stern der Hoffnung – Aidshilfe international“, einem Verein mit Sitz hier in Paderborn hatte Claudia Bredt über das Wirken von Frau Lisette Eicher, die in den letzten 15 Jahren in Sao Paulo eine beispielhafte Organisation zur Unterstützung von Aids betroffener Menschen in den Favelas Sao Paulos aufgebaut hat, gehört. Der Verein unterstützt u.a. einem Ansatz zur Häuslichen Krankenpflege, genannt GAAVER (Grupo de apoio amar e vivar), der von Frau Ingrid Köly-Hell ins Leben gerufen wurde. Frau Köly-Hell, aus Paderborn kommend, zog vor neun Jahren nach Sao Paulo und engagiert sich seitdem für von Aids betroffene Familien in den Favelas.

Während ihrer Zeit in Sao Paulo besuchte Claudia Bredt die verschiedenen Hilfswerke von Stern der Hoffnung und begleitete Frau Köly-Hell bei ihrer Arbeit. Da sie darüber hinaus aktiv werden wollte, organisierte sie mit Frau Köly-Hells Unterstützung Aktionsnachmittage für Kinder aus den Favelas (deren Familien von GAAVER betreut werden).

Für die Kinder war es jedesmal ein großes Ereignis. Claudia Bredt spielte viel mit den Kindern, überwandt Sprachbarrieren mit kleinen Zaubertricks  und ließ die Kinder themenbezogen malen. Die Idee eines Kalenders zur Unterstützung der Arbeit des Sterns der Hoffnung, beim letzten Besuch Frau Köly-Hells in der Bad Lippspringer Gemeinde angeregt, wurde für Claudia Bredt Vision. So entstanden die kleinen Kinderwerke zu den Themen „das bin ich“ und „wie ich lebe“. Mit den Kindern hoffte sie dann, dass ihre gemalten kleinen „Werke“, veröffentlicht werden können. Sie konnte den Kindern und ihren Familien nichts versprechen, denn sie wissen nicht, welchen finanziellen Aufwand die Realisierung eines solchen Kalenders bedeutet. Claudia Bredt wusste und weiss aber, wie enorm Selbstwert steigernd es sein wird, wenn sie, die Ärmsten Sao Paulos, sich und ihre Bilder in einem Kalender wiederfinden können.

Zurück in Paderborn machte sich Claudia Bredt sofort an die Verwirklichung ihres Traums von einem Kalender von und für die Kinder von Sao Paulo, klopfte an vielen Türen an und bat um Unterstützung. Die Sparkasse Paderborn war sehr großzügig und finanzierte das professionelle Layout des Kalenders. Die Druckkosten aber finanziert Claudia Bredt aus eigener Tasche vor und hofft natürlich,dass sich viele Menschen finden, die ihre Begeisterung für die Kinder von Sao Paulo teilen und den Kalender kaufen

Mitte Oktober werden die Kalender in einer Auflage von 1000 Exemplaren vorliegen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

Es handelt sich um einen Tischkalender (Format 17 x 21 cm) mit 15 Blättern doppelseitig bedruckt. Das Kalendarium umfasst die Jahre 2007 und 2008. Der Stückpreis beträgt 8,90 Euro.

Der Vorstand des Vereins „Stern der Hoffnung – Aidshilfe international e.V.“ hat Claudia Bredt in der letzten Vorstandsitzung befugt, den Kalender im Namen und zu Gunsten von „Stern der Hoffnung“ zu verkaufen. Damit kommt der gesamte Erlös dem „Stern der Hoffnung“ zugute.

Sie sucht neben Käuferinnen und Käufern noch weitere Multiplikatoren, die die Bekanntmachung des Kalenders und den Verkauf mit vorantreiben. Interessierte wenden sich bitte direkt an

Claudia Bredt, Nordhof 2, 33106 Paderborn,Tel. 05254-660550,
email: C.Bredt@t-online.de


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