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"Friedensgespräche" zur
Friedensdekade 2001
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Geschichte geschrieben hat die
regimekritische christliche Friedensbewegung in der DDR. Ihr Symbol "Schwerter zu
Pflugscharen" ist im Westen von Demonstranten gegen Atomwaffen begeistert aufgenommen
worden. Zwanzig Jahre lang wird die Friedensdekade, 10 Tage im November Gebete und
Gottesdienste für den Frieden, schon begangen, und seit vielen Jahren auch in der
Evangelischen Kirche Bad Lippspringe.
In diesem Jahr wird die Friedensdekade in Bad Lippspringe auf eine breitere ökumenische Basis gestellt und wendet sich an alle Menschen, die Frieden wünschen, ob sie nun Bahais, Buddhisten, Christen, Hindus, Moslems, Agnostiker oder Atheisten sind. Deshalb finden in der Friedensdekade vom 13. - 20. November die "Bad Lippspringer Friedensgespräche" nicht in der Kirche, sondern in der Fußgängerzone in den Räumen des Ökumenischen Treffs - Eine Welt-Ladens in der Arminiusstrasse 22a statt.
Das Thema der Friedensdekade lautet in diesem Jahr "... fremd". Fremd sind uns die Fremden und fremd sind wir den Fremden. Fremdenfeindlichkeit ist leider eine immer noch weit verbreitete Einstellung in unsere Gesellschaft. In diesem Jahr wurde in Bad Lippspringe viel getan, um Fremdenfeindlichkeit abzubauen mit den Aktionen des Vereins "Ihr und Wir", durch Rockkonzerte "Rock gegen Rechts" und ein interreligiöser Gottesdienst im Kurpark. Jetzt nach den Terroranschlägen von New York und Washington, wo die Angehörigen einer Religion, des Islams, bzw. Menschen dunklerer Hautfarbe generell, bei vielen unter dem Generalverdacht stehen, Terroristen im Wartestand zu sein, ist es aber an der Zeit, noch einmal Flagge zu zeigen und Solidarität zu üben mit den Fremden in unserem Land.
Das Thema "fremd" zeigt, welche Konflikte in unserer Gesellschaft ungelöst sind. In den "Bad Lippspringer Friedensgesprächen" soll an Beispielen aus unserem Alltag herausgefunden werden, ob und wie diese Konflikte gelöst werden können: Am Dienstag, 13. November, erzählt Pfarrerin Lütkemeier Geschichten von "fremden Frauen" in der Bibel und was diese Geschichten uns heute noch zu sagen haben. Am Mittwoch, 14. November, berichtet Burkhard Stiehm, Lehrer an der Hauptschule Bad Lippspringe über Probleme und Lösungen an seiner Schule. Am Donnerstag, 15. November, kommt Frank Gockel vom Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft und erinnert uns an die Menschen, mit denen unsere Gesellschaft gar nichts zu tun haben will, die sie ins Gefängnis sperrt, bevor sie sie in ihre "Heimat" abschiebt, wo sie einem ungewissen Schicksal entgegensehen. Am Montag, 19. November, diskutieren wir mit Chahriar und Modjgan Bidardel, die zwar aus der Fremde kommen, aber längst hier "heimisch" geworden sind und sich nicht mehr als "Fremde" fühlen. Am Dienstag, 20. November, erzählt uns Dorothee Willenborg, Grundschullehrerin in Bad Lippspringe, was Eltern erleben, wenn sie ein farbiges Kind adoptiert haben und in Deutschland aufziehen.
Die Gespräche beginnen immer um 19 Uhr und sollen etwa ein und eine halbe Stunde dauern.
Neben diesen Gesprächen findet anläßlich der Friedensdekade am Sonntag, 20. November, um 16.30 ein Konzert mit Musik und Texten zum Frieden in der Ev. Kirche statt, und am Mittwoch, dem 22. November, wird um 19.30 Uhr die Friedensdekade wie in jedem Jahr in Lippspringe mit einem Friedensgottesdienst mit Abendmahl zum Buss- und Bettag abgeschlossen.
Mehr über die Ökumenische Friedensdekade hier!
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