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WM 2006

Eine andere Seite der WM

fair play for fair life

Fußbälle, die in deutschen Geschäften verkauft werden, sind zu vier Fünfteln in Pakistan hergestellt worden.
Dort wiederum in einer einzigen Region: Sialkot im Nordosten des Landes.
Die Stadt und der Landkreis haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zum weltweiten Zentrum der Sportartikel- und Sportkleidungsherstellung entwickelt.
Allerdings haben sich die Arbeitsbedingungen nur eingeschränkt mitentwickelt. Feste Arbeitsverträge, Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge, Gewerk-schaftsfreiheit und Mindestlöhne gehören oft nicht zu den Selbstverständlichkeiten. 30.000 Menschen leben davon, dass sie mit Nadel und Faden einen Ball aus 32 sechseckigen Waben mit der Hand zusammennähen.
Seit 1998 werden faire Fußbälle verkauft - in Deutschland bis heute fast 300.000 Stück. Faire Fußbälle stammen aus Betrieben ohne Kinderarbeit, mit einem Mindestmaß an Arbeitssicherheit und gerechtem Lohn für die Arbeiter. In Bad Lippspringe gibt es übrigens faire Fussbälle im Ökumenischen Treff – Eine Welt.

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„abpfiff – Schluss mit Zwangsprostitution“

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ heißt das Motto der Fußballweltmeisterschaft 2006. Viele von uns wünschen sich gute und faire Spiele, freuen sich auf internationale Begegnungen und neue Bekanntschaften.
Rund um die WM wird auch die Nach-frage nach sexuellen Dienstleistungen an-steigen, wie von vergleichbaren Großver-anstaltungen bekannt ist. Menschen-rechtsorganisationen befürchten, dass damit der Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung (Zwangsprostitution) ebenfalls anwächst. Menschenhandel und Zwangsprostitution sind schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Betroffenen sind physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt.
Die Initiative „abpfiff – Schluss mit Zwangsprostitution“ nutzt die Fußballweltmeisterschaft als Tribüne, eine breite Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

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