Evangelische Kirche Bad Lippspringe

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Predigten und Andachten

 

Wie sollen wir leben?
Ein Lebensbeispiel: Der Kirchentag

"Kurz"-Predigt zum 4. Sonntag nach Trinitatis (19. Juni 2005)

Julia Bohnsack, Schülerin, Benhausen


Morgens, 6 Uhr.
Die ersten Wecker klingeln im Gemeinschaftsquartier. Mit rund fünfzehn Leuten zusammen habe ich die Nacht verbracht. Auch wenn einige schon aufstehen, ich bleibe erst mal noch liegen, lass mich dann aber doch zum Duschen überreden.
Natürlich Gemeinschaftsduschen! Sie kennen doch sicher alle die Duschen von Turnhallen, oder? Genau solche sind das. Und wenn man nicht als erstes in den Duschen ist, muss man mit kaltem Wasser rechnen.
Aber jetzt bin ich wach! Als nächstes steht das Frühstück auf der Tagesordnung. Dieses kommt aus fairem Handel und es gibt, außer den Brötchen, nur Eine-Welt-Produkte.
Als kurze Information dazu: Kauft man normalerweise Nahrungsmittel aus Übersee, sind diese zwar günstig, aber den Arbeitern werden Hungerlöhne bezahlt. Bei den etwas teureren Eine-Welt-Produkten aber, werden die Arbeiter angemessen entlohnt.

Nach dem leckeren Frühstück geht es mit der S- und U-Bahn zum Messegelände.
Dort kommt erst mal die Qual der Wahl bei den vielen Bibelarbeiten. Jörg Zink, Anselm Grün, Johannes Rau oder noch jemand anders? Wo soll ich hin?
Nachdem die Entscheidung gefallen ist, setze ich mich in der entsprechenden Messehalle auf einen Hocker und höre mir die Bibelarbeit an.
Natürlich wird dabei auch immer gesungen. Da die Hallen meist voll sind, klingt dies wunderschön und das gemeinsame Singen und Zuhören vermittelt ein tolles Gemeinschaftsgefühl!
Dies gilt auch für alle weiteren Veranstaltungen, ob kirchlich, weltlich oder musikalisch, überall ist dieses Gemeinschaftsgefühl vorhanden.
Menschen jeden Alters, jung und alt, alle sind vertreten. Ein eindrucksvolles Erlebnis!
Die vielen Menschen fallen v.a. beim Eingangs- und Abschlussgottesdienst auf und man spürt das starke Gemeinschaftsgefühl: Tausende von Menschen gemeinsam beim Singen, Beten und Abendmahl. Hieran kann man deutlich erkennen, dass Glaube und Kirche nicht verloren sind und dass auch junge Menschen glauben und Kirche aktiv erleben möchten.

Außerdem wird das Thema Klima- und Umweltschutz auf dem Kirchentag großgeschrieben, wie man es auch auf dem blauen Kirchentagsschal sehen kann.
Essen und Trinken gibt es dementsprechend mit Pfandgeschirr, um die Umwelt nicht durch Pappteller und –becher zu verschmutzen.

Was habe ich vom Kirchentag mitgebracht?
• An erster Stelle das Gemeinschaftsgefühl im Glauben.
• Ferner,
o Dass ich in meinem Glauben gestärkt wurde
o Dass ich motiviert wurde, aktiv Kirche mitzugestalten
o Dass ich daran denke, fair gegenüber ärmeren Menschen zu sein und sie durch den Kauf von Produkten aus dem fairen Handel zu unterstützen
o Und dass ich auf unsere Umwelt achte.