Julia Bohnsack, Schülerin, Benhausen
Morgens, 6 Uhr.
Die ersten Wecker klingeln im Gemeinschaftsquartier. Mit rund fünfzehn Leuten
zusammen habe ich die Nacht verbracht. Auch wenn einige schon aufstehen, ich
bleibe erst mal noch liegen, lass mich dann aber doch zum Duschen überreden.
Natürlich Gemeinschaftsduschen! Sie kennen doch sicher alle die Duschen von
Turnhallen, oder? Genau solche sind das. Und wenn man nicht als erstes in den
Duschen ist, muss man mit kaltem Wasser rechnen.
Aber jetzt bin ich wach! Als nächstes steht das Frühstück auf der Tagesordnung.
Dieses kommt aus fairem Handel und es gibt, außer den Brötchen, nur
Eine-Welt-Produkte.
Als kurze Information dazu: Kauft man normalerweise Nahrungsmittel aus Übersee,
sind diese zwar günstig, aber den Arbeitern werden Hungerlöhne bezahlt. Bei den
etwas teureren Eine-Welt-Produkten aber, werden die Arbeiter angemessen
entlohnt.
Nach dem leckeren Frühstück geht es mit der S- und U-Bahn zum Messegelände.
Dort kommt erst mal die Qual der Wahl bei den vielen Bibelarbeiten. Jörg Zink,
Anselm Grün, Johannes Rau oder noch jemand anders? Wo soll ich hin?
Nachdem die Entscheidung gefallen ist, setze ich mich in der entsprechenden
Messehalle auf einen Hocker und höre mir die Bibelarbeit an.
Natürlich wird dabei auch immer gesungen. Da die Hallen meist voll sind, klingt
dies wunderschön und das gemeinsame Singen und Zuhören vermittelt ein tolles
Gemeinschaftsgefühl!
Dies gilt auch für alle weiteren Veranstaltungen, ob kirchlich, weltlich oder
musikalisch, überall ist dieses Gemeinschaftsgefühl vorhanden.
Menschen jeden Alters, jung und alt, alle sind vertreten. Ein eindrucksvolles
Erlebnis!
Die vielen Menschen fallen v.a. beim Eingangs- und Abschlussgottesdienst auf und
man spürt das starke Gemeinschaftsgefühl: Tausende von Menschen gemeinsam beim
Singen, Beten und Abendmahl. Hieran kann man deutlich erkennen, dass Glaube und
Kirche nicht verloren sind und dass auch junge Menschen glauben und Kirche aktiv
erleben möchten.
Außerdem wird das Thema Klima- und Umweltschutz auf dem Kirchentag
großgeschrieben, wie man es auch auf dem blauen Kirchentagsschal sehen kann.
Essen und Trinken gibt es dementsprechend mit Pfandgeschirr, um die Umwelt nicht
durch Pappteller und –becher zu verschmutzen.
Was habe ich vom Kirchentag mitgebracht?
• An erster Stelle das Gemeinschaftsgefühl im Glauben.
• Ferner,
o Dass ich in meinem Glauben gestärkt wurde
o Dass ich motiviert wurde, aktiv Kirche mitzugestalten
o Dass ich daran denke, fair gegenüber ärmeren Menschen zu sein und sie durch
den Kauf von Produkten aus dem fairen Handel zu unterstützen
o Und dass ich auf unsere Umwelt achte.