Alttestamentliche Lesung zum Letzten Sonntag des Kirchenjahres
Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine
neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr
zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was
ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur
Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein
Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme
des Klagens.
[Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte,
die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt
stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. Sie
werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre
Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht
pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die
Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.]
Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod
zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN,
und ihre Nachkommen sind bei ihnen. Und es soll geschehen: ehe sie rufen, will
ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. Wolf und Schaf sollen
beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die
Schlange muß Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf
meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.
Jes 65, 17-19 (20-22) 23-25 Lutherbibel 1984
© 1985 Deutsche
Bibelgesellschaft, Stuttgart