UMBAU Innenleben der Kirche wird gedreht

Gemeindeleben im Mittelpunkt

Von Petra Silberberg

Gedrehtes Innenleben: Mehr Raum durch Abriss der Empore, mehr Flexibilität durch Stuhlreihen statt Bänken. FOTO: PETRA SILBERBERG

Renovierungsbedürftig: Die evangelische Kirche Bad Lippspringe. FOTO: PETRA SILBERBERG

Gedrehtes Innenleben: Mehr Raum durch Abriss der Empore, mehr Flexibilität durch Stuhlreihen statt Bänken. FOTO: PETRA SILBERBERG Renovierungsbedürftig: Die evangelische Kirche Bad Lippspringe. FOTO: PETRA SILBERBERG

Klicken Sie die Bilder, um sie zu vergrößern!

BAD LIPPSPRINGE - Eine großzügige Renovierung, die den gesamten Innenbereich, aber auch die Außenfassaden des Gebäudes wieder ins rechte Licht rücken wird, erwartet das Gotteshaus der Kirchengemeinde Bad Lippspringe ab dem kommenden Frühling. Jahre sind seit dem ersten Umbaugedanken bis zur Fertigstellung der jetzigen Pläne vergangen. Eine Zeit, die sich gelohnt hat. Das umgestaltete Gotteshaus soll zu einem zentralen Ort der Begegnung, das Gemeindeleben dabei in den Mittelpunkt gestellt werden.

1846 eingeweiht, ist die an sich schnuckelige [sic!] Kirche an der Detmolder Straße im Moment eher unansehnlich. Abblätternder Putz „ziert“ die Fassade, neue Abdichtungen an den Gesimsen und Vorsprüngen sind schon lange fällig und ein neuer Anstrich hätte auch schon vor Jahren sein müssen. Zigmal umgebaut, wie Pastor Detlev Schuchardt weiß, ist die Kirche zuletzt 1961 renoviert und umgestaltet worden.

Bei den aktuellen Plänen ist neben der Renovierung der Außenfassade und einem neuen Anstrich der Clou [sic!] vor allem die innere Umgestaltung: Liegt bislang der Haupteingang des Gotteshauses zur Detmolder Straße hin, wird er sich zukünftig genau auf der anderen Seite des Gebäudes, in Richtung des Gemeindezentrums, befinden. „Hier“, so Pastor Schuchardt, „wird durch die Kombination mit dem Gemeindezentrum und dem bereits nett hergerichteten Vorplatz eine schöne, zusammenhängende Atmosphäre geschaffen, die zum Verweilen einlädt.“

Ein weiterer Grund für die Drehung des Innenlebens ist die schwere Erreichbarkeit des Kirchenraumes. Fünf steile Stufen führen bislang zum Haupteingang. Ein Hindernis, das ältere oder gehbehinderte Menschen nur schwer oder gar nicht überwinden können. Durch den Anstieg des Außengeländes befindet sich der neue Eingang auf gleicher Ebene wie der Kirchenboden.

Nun muss aber auch das gesamte Innenleben der Kirche gedreht werden. Wo sich jetzt der Altar befindet, werden zukünftig Stühle stehen, der Altar wird – um eine Stufe erhöht - unter dem Turm platziert. Hier wird die alte Empore entfernt, um mehr Raumhöhe zu schaffen. Im Mittelpunkt der sich kreuzenden Schiffe wird ein freier Raum entstehen, der zu einem zentralen Ort wird und auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten für den Gottesdienst bietet. Auch die starren Kirchenbänke sollen neuen Stühlen weichen, die eine flexiblere Anordnung ermöglichen. Abgerissen wird die nachträglich angebaute Sakristei, die wegen ihrer geringen Größe immer wieder für Probleme sorgte. Die neue Sakristei wird entlang der Detmolder Straße entstehen. „Nicht aufwendig, doch zweckmäßig gestaltet“, so Pastor Schuchardt.

Rund 750 000 Euro wird die Umgestaltung nach Plänen des Architekturbüros architektur-werk-stadt Balhorn-Wewer-Karhoff, Paderborn, kosten. Enthalten sind dabei auch eine neue Heizungsanlage und eine Dachisolierung. Die Summe wird größtenteils von der Kirchengemeinde aufzubringen sein, der insgesamt 5300 Christen aus Bad Lippspringe, Marienloh, Benhausen und Neuenbeken angehören. Nach Zustimmung der zuständigen Gremien und wenn alles klappt, kann die Kirchengemeinde die Adventszeit 2004 in der neuen, alten Kirche feiern.

 
 
 

zurück zur Startseite der Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe
 

26. November 2003