Der Klimapilgerweg 202 [13.07.2021]

Der Klimapilgerweg 2021 startet am 14. August 2021 im polnischen Zielona Góra und führt über 1.450 Kilometer in 77 Etappen durch Deutschland, die Niederlande und England ins schottische Glasgow. Dort findet ab 29. Oktober 2021 die Weltklimakonferenz statt. Schwerpunktthemen sind die Mobilitätswende und die Agrar- und Ernährungswende.

Dauerpilgernde aus ganz Deutschland laufen die ganze Strecke auf dem Festland und in Großbritannien zu Fuß. Den Kanal überqueren sie mit der Fähre. Ihnen schließen sich auf Teiletappen Einzelpersonen, Schulklassen oder auch andere Gruppen an und verleihen damit dem Anliegen zu mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit noch mehr Gewicht.

Der Weg führt auch durch unsere Region: Übernachtet wird im Kirchenkreis Paderborn in Bökendorfund Vinsebeck, im Kirchenkreis Bielefeld in Bethel, im Kirchenkreis Halle in Marienfeld. Der Weg führt vorbei an „Schmerzpunkten“ und „Kraftorten“. In Begegnungen mit den Menschen, die entlang der Strecke zuhause sind, und in thematischen Veranstaltungen sollen ihre Sorgen, Erfolge und Bemühungen um mehr Klimagerechtigkeit zur Sprache kommen.

Alle sind herzlich eingeladen, allein oder mit einer Gruppe, mitzupilgern, gerne auch nur ein kurzes Stück des Wegs. Die vor Ort jeweils gültigen Corona-Schutzmaßnahmen werden selbstverständlich beachtet.

Anmeldungen und weitere Informationen auf: www.klimapilgern.de

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist ein überregionales Projekt kirchlicher Hilfswerke (Brot für die Welt, Misereor, Missio, Renovabis, Adveniat, Sternsinger), katholischer Bistümer und evangelischer Landeskirchen in Deutschland.

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit steht unter der Schirmherrschaft von:

• Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Gründer und ehemals Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

• Umweltbischof Rolf Lohmann, in der Deutschen Bischofskonferenz,zuständig für Umwelt- und Klimafragen und Weihbischof im Bistum Münster

• Annette Kurschus, stellvertretende EKD-Vorsitzende und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

• Wolfgang Klose, Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Wie Kirchengemeinden die Corona-Zeiten erleben [21.06.2021]

gemeindebrief/evangelisch.de / Grafik: Pfeffer

Wie Kirchengemeinden die Corona-Zeiten erleben und worauf sie hoffen

„Kirche für andere und mit anderen neu ins Gespräch bringen“

Kreis Höxter/Kreis Paderborn (ekp/wels). 14 Kirchengemeinden mit 77.000 Christinnen und Christen gehören zum Evangelischen Kirchenkreis Paderborn in den Kreisen Höxter und Paderborn. Jede hat die durch Corona bedingten Kontaktsperren erlebt und ist herausgefordert, mit den Folgen fehlender direkter Begegnung umzugehen. Trotz der gravierenden Auswirkungen auf das gewohnte Gemeindeleben wurden kreative Kräfte freigesetzt und spannende Alternativen entwickelt.„Ich bin dankbar und voller Anerkennung für den Einfallsreichtum und die Durchhaltekraft in den Kirchengemeinden. Durch das gemeinsame Tun der Ehren- und Hauptamtlichen sind Veränderungen der bisherigen gemeindlichen Arbeit auf den Weg gebracht worden, deren Nachhaltigkeit weiterhin in den Blick genommen werden muss“,so der Superintendent des Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff.

Zwei Gemeindepfarrerinnen und zwei Gemeindepfarrer geben am Beispiel der evangelischen Kirchengemeinden Hövelhof und Paderborn sowie der Kirchengemeinden Emmer-Nethe und Altkreis Warburg Auskunft über ihre Erfahrungen und Hoffnungen in der Corona-Zeit:

Als „langen Weg durch die Wüste“ beschreibt der Hövelhofer Pfarrer Ulrich Richter die Corona-Zeiten in seiner Gemeinde. Es sei wie ein „Dornröschenschlaf, das Einzige, was noch wächst, ist die Hecke, hinter der langsam die Kirche verschwindet“, so sein zweites starkes Bild. Um eine größere Gruppe von Gemeindegliedern zu erreichen, hat Richter zu Ostern 2020 rund 300 Karten an Familien und Einzelpersonen in der Gemeinde geschrieben – handschriftlich, persönlich. Eine Sehnenscheidenentzündung war die Folge. Zu Weihnachten 2020 war die Organisation dann optimiert und es wurden gedruckte Karten mit Gruß verschickt. In diesem Jahr gab es zu Ostern dann eine Beilage im Monatsblatt des Verkehrsvereins, „Hövelhofer Rundschau“, mit Ostergruß und einer Hausandacht für Karfreitag und Ostern. „Die menschliche Nähe leidet im Raum der Kirche“, bedauert der Gemeindepfarrer. Als erfreulich hat er dagegen die zunehmenden digitalen Möglichkeiten der Kommunikation empfunden. „Alltägliche Erfahrungen von Gemeinde werden über das Internet vermittelt bleiben“, so seine Einschätzung. Dann bringt Ulrich Richter seine Vorfreude zum Ausdruck: „Nach dem Aufwachen aus dem Dornröschenschlaf wird alles bewusster und wertvoller, was vorher selbstverständlich war.“

Daniela Walter, Gemeindepfarrerin im Paderborner Johannes-Bezirk, hat in der Pandemie ein Abnehmen der großen Sinnfragen festgestellt: „Ich erlebe mein Gegenüber als zunehmend müder, besonders die Jugendlichen.“ Durch alle Generationen ziehe sich das Thema der unfreiwilligen Einsamkeit, das bedrängender werde. Für andere seien persönliche wirtschaftliche Probleme entstanden, verbunden mit großen Nöten. Der Pfarrerin fehlen „die kleinen Gespräche ‚zwischen Tür und Angel‘, aus denen deutlich wird“, ob Menschen ihre Hilfe brauchen. „Kein Kontakt ohne Verabredung“, das sei kräftezehrend. Kontakt gehalten hat Daniela Walterüber das Internet, per Telefon oder Post. Darüber hinaus gab es die Aktion „Gute Gedanken“: einvor dem Johanneszentrum aufgebauter Tisch mit „Vielerlei zum Mitnehmen und Weitergeben“. Das Jugendzentrum im Johannes-Zentrum brachte sich mit Mitmachaktionen und einer Tauschbörse ein. Bei allem möchte die Kirchengemeinde den Menschen auf der Suche vermitteln: „Du bist nicht allein! Es ist hier noch nicht zu ende“, so Daniela Walter. Den durch Corona abrupten Stopp sieht sie „als große Chance für eine Neuorientierung“: „Angebote an Gottesdiensten und Gemeindeleben können so wieder entstehen, wie es den Menschen gut tut“, glaubt sie und möchte gemeinsam mit denen, die sich einbringen, und denen, die es in Anspruch nehmen, gute Angebote entwickeln und umsetzen.“

Beeindruckt zeigt sich die Gemeindepfarrerin von dem Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher in ganz Paderborn und hofft, „dass wir weiterhin gemeinsam in und neben offiziellen Strukturen für die Menschen da sein werden.“

Volker Walle aus Brakel ist Gemeindepfarrer in der Christus Kirchengemeinde Emmer-Nethe. Er stellt insbesondere für manche ältere Gemeindemitglieder fest: „Die persönliche Begegnung fehlt vielen.“ Das Fehlen regelmäßiger Treffen von Gruppen und Kreisen im Gemeindehaus, das Ruhen des Kindergottesdienstes und den überwiegend digitalen Kontakt zu den Konfirmanden empfindet er auch persönlich als belastend. Walle fühlt sich in seinem Selbstverständnis als Seelsorger und Pastor getroffen. „Die in der Pandemie gebotenen Kontakteinschränkungen lähmen die gemeindliche Arbeit auf allen Ebenen“, so der Pfarrer. Dennoch: aus dem Nichts wurden im Frühjahr 2020 digitale Angebote entwickelt und ein Youtube-Kanal eingerichtet mit wöchentlichen Andachten. Intensiv genutzt wurde im Sommer 2020 das Angebot von Gottesdiensten im Freien. „Im Mai 2021 haben wir damit wieder gestartet“, teilt Walle mit. Gottesdienste für zuhause auf vier Din A5-Seiten sindseit Jahresbeginn hinzugekommen. Und Mitte Januar starteten auch die Gottesdienste über ZOOM. „Das Angebot über dieses Medium erreicht nicht alle Menschen, die zu präsentischen Gottesdiensten gekommen wären, aber dafür kommen manche neue dazu“, berichtet Volker Walle. Obwohl Präsenz-Gottesdienste inzwischen wieder gefeiert werden, das Angebot der digitalen Teilnahme bleibt erhalten und wird genutzt. Für die Gremienarbeit sieht Walle in den Videokonferenzen zukünftig einen Vorteil angesichts derflächenmäßig ausgedehnten Emmer-Nethe Gemeinde. Sie erspare lange Fahrzeiten. „Vor den Gemeinden liegt viel Arbeit“, so die Einschätzung des Pfarrers, „vor allem eine neue Beziehungsarbeit, in der wir nach den Erfahrungen der Corona-Zeit neue Wege gehen müssen.“

„Ich habe mehr denn je gespürt, wie sehr ich an meinem Beruf die Nähe zu Menschen genieße, leibhaftige Begegnungen brauche“, teilt Patrizia Müller, Pfarrerin in der Kirchengemeinde Altkreis Warburg, ihre Erfahrung in der Corona-Zeit mit. Seelsorge am Telefon - ohne Mimik und Gestik - sei schwerer als im direkten Gespräch. Ihre schmerzhafteste Erinnerung hängt mit einer der ersten „Corona-Beerdigungen“ im Frühjahr 2020 zusammen. Nach dem Abschiednehmen am Grab sagte eine Angehörige zu ihr: „Es tut so weh, dass wir uns nicht umarmen können.“ Das macht die Gemeindepfarrerin bis heute betroffen. „Wir haben alle gemerkt, wie brüchig doch unser Leben ist – und dass sich Leben von einem Tag auf den anderen umkrempeln kann, dass Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich ist“, so Patrizia Müller. „Gleichzeitig haben wir uns in der Gemeinde viel mehr in Kreativität und Flexibilität geübt“, stellt sie fest. Besonders ältere und internetskeptische Menschen seien über sich hinausgewachsen.Sie könnten jetzt mühelos zum Beispiel mit ZOOM-Konferenzen umgehen. „Neue Formate wurden entwickelt, um miteinander in Kontakt zu bleiben, und dankbar angenommen“, berichtet die Pfarrerin: ZOOM-Gottesdienste und andere Online-Formate, Andachtstüten- und -karten zum Mitnehmen. „Wir üben uns mehr und mehr darin, Plan Bs zu entwickeln – möglicherweise auch wieder über Bord zu werfen – und Plan Cs anzudenken. Und das wird sich vermutlich auch über die Pandemiezeit fortsetzen – um Kirche für andere und mit anderen neu ins Gespräch zu bringen“, macht Patrizia Müller Hoffnung.

Motto: "Du für den Nächsten" [05.06.2021]

Besuch von Superintendent Volker Neuhoff (links) in der Schulmaterialienkammer Paderborn. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Sommersammlung der Diakonie beginnt am 5. Juni

Die diesjährige Sommersammlung der Diakonie steht unter dem Motto „Du für den Nächsten“. Vom 5. bis 26. Juni sammelt der Wohlfahrtsverband der Evangelischen Kirche für diakonische Projekte in den Kirchengemeinden vor Ort (25 Prozent der Spenden), für die Schulmaterialienkammern der Diakonie in Paderborn, Höxter und Warburg sowie für die diakonische Arbeit des Landesverbandes (40 Prozent).

Kinder aus einkommensschwachen Familien laufen Gefahr, dass ihnen die Teilhabe an Bildung verwehrt bleibt. Mit dem Projekt der Schulmaterialienkammer hat die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. schon früh die Zeichen erkannt und ist aktiv geworden. Hier können einkommensschwache Familien je nach Bedarf für ihre Kinder Schulmaterialien kostenlos abholen. Ehrenamtlich Helfende konnten sich in den Zielen der Diakonie wiederfinden und gestalten die Arbeit gemeinsam mit hauptamtlich Mitarbeiter/-innen.

Die Schulmaterialienkammer war von Anfang an ein rein spendenbasiertes Projekt. Um die wiederkehrend anfallenden Kosten weiterhin decken zu können, ist sie hauptsächlich auf Spenden angewiesen. Im Zuge der Corona-Krise wächst der Bedarf, denn die betroffenen Familien haben unter zusätzlichen finanziellen Einschränkungen zu leiden.

Im vergangenen Jahr fanden die Ausgaben in den Schulmaterialienkammern bedingt durch die Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen statt. Die Schulmaterialienkammern öffneten in abgewandelter Form, um den veränderten Umständen angemessen Rechnung zu tragen und möglichen Infektionen vorzubeugen.

In Paderborn statteten 30 Ehrenamtliche 1175 Schüler/-innen aus. „Das waren große logistische Leistungen bei den Ausgaben im Sommer und im Herbst 2020“, sagt Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Bornefeld von der Schulmaterialienkammer Paderborn.

Unsere Kontodaten für Ihre Spende:

NAME: Evangelische Kirchengemeinde Bad Lippspringe

IBAN: DE09 4726 0121 9226 6550 00

BIC: DGPBDE3MXXX

SPENDENZWECK: Sommersammlung

Beratung zu Trennung und Scheidung im neuen Format

Möchten Frauen und Männern in schwierigen Lebenssituationen mit Beratung zu Trennung und Scheidung helfen: Diakonie-Vorstand Vanessa Kamphemann und Rechtsanwalt und Notar a.D. Wolfgang Weigel. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Neues Angebot der DiakoniePaderborn-Höxter e.V. ab 9. Juni

 Paderborn (dph). Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie können besonders für Familien eine große Belastung sein: Arbeitsplatzverlust, geringeres Einkommen, Homeoffice, Homeschooling. Wenn in dieser schwierigen Situation die Familie auseinanderbricht, stellen sich viele Fragen. Kann ich mir eine Scheidung finanziell überhaupt leisten? Wer bekommt im Falle der Trennung die Kinder? Wie geht es mit den Kreditraten für das Haus weiter?

Pandemie bedingt hat die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. ihr bisheriges Beratungsangebot zum Thema Trennung und Scheidung angepasst: Nunmehr ist es möglich, Einzelberatung vor Ort oder telefonisch kostenlos in Anspruch zu nehmen.Dazu steht der Paderborner Rechtsanwalt und Notar a.D. Wolfgang Weigel zur Verfügung. Der erste Termin findet statt am Mittwoch, 9. Juni, zwischen 14 und 17.30 Uhr, bei der Diakonie, Klingenderstr. 13 in Paderborn. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen.

Als Fachanwalt für Familienrecht behandelt Wolfgang Weigel alle rechtlichen Themen hinsichtlich Trennung und Scheidung sowie Schutz vor häuslicher Gewalt, Kindes- und Ehegattenunterhalt, elterliche Sorge und Verfahrenskosten. „Wir freuen uns, dass wir als Diakonie diese Beratung für Frauen und Männer in schwierigen Lebenssituationen anbieten können“, sagt Diakonie-Vorstand Vanessa Kamphemann. Das Angebot wird regelmäßig fortgesetzt. Der zweite Termin ist am 14. Juli, wieder zwischen 14 und 17.30 Uhr.

Anmeldung bei der Diakonie: Tel. (05251) 5002-35; E-Mail: trennung-und-scheidung@diakonie-pbhx.de

Änderung der Friedhofssatzung [15.04.2020]

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde gibt bekannt, dass in der Sitzung vom 07.04.2020 eine Änderung der Friedhofssatzung und eine neue Gebührensatzung ab 01.05.2020 beschlossen wurde.

Die Satzungsänderung und die neue Gebührensatzung können im Schaukasten an der Evangelischen Kirche, Detmolder Str. 173 eingesehen werden.