Nachrichtenarchiv

Wir begrüßen ganz herzlich Pfarrer i.P. Björn Knemeyer neu in unserer Gemeinde! [02.11.2023]

Pastor Knemeyer wurde vor zwei Jahren in Steinhagen ordiniert. Dort arbeitete er u.a. mit Pfarrerin Kirsten Schumann zusammen, die viele sicherlich noch aus ihrer Zeit im Vikariat hier in Bad Lippspringe her kennen. Pfarrer Knemeyer wird vom Kirchenkreis einerseits für die Konfirmandenarbeit in der Gemeinde Delbrück und in der Region sowie für die Gemeindearbeit in Bad Lippspringe eingesetzt. Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung!

Eine ausführliche Vorstellung finden Sie hier im Gemeindebrief.

Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn [04.12.2023]

Synodalassessor Gunnar Wirth (r.) gratuliert Superintendent Volker Neuhoff (l.) zur Wiederwahl. Foto EKP/Oliver Claes

Eltern und Kinder der Paderborner Kita Himmelszelt protestieren gegen die drohende Aufgabe der evangelischen Trägerschaft. Foto: EKP/Oliver Claes

Kindertageseinrichtungen bleiben bis auf weiteres in evangelischer Trägerschaft

Synode wählt Superintendent Volker Neuhoff für eine zweite Amtszeit

Paderborn/Kreis Höxter (ekp). Weitreichende Entscheidungen hat die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn getroffen: Superintendent Volker Neuhoff wurde für eine zweite Amtszeit gewählt, und die 16 Kindertageseinrichtungen bleiben bis auf weiteres in evangelischer Trägerschaft. Beschlossen wurde ein Spar- und Investitionspaket, das ein aktuelles Defizit in Höhe von rund 880.000 Euro ausgleichen und zugleich zukunftsfähige Veränderungen kirchlicher Arbeit ermöglichen soll.

Die Grundbewegung von Kirche sei für ihn das Hingehen. „Kirche, die Christus nahe ist und sich von ihm aus auf den Weg zu den Menschen macht“, sagte Superintendent Volker Neuhoff in der Rede anlässlich seiner Kandidatur für die Wiederwahl. Viel in diese Richtung sei in den vergangenen acht Jahren seit seiner Wahl geschehen: vom Kita-Tag über die Krankenhausseelsorge bis zur Beteiligung an Landesgartenschauen. Für die Zukunft stellt Neuhoff sich eine „stärker missionarische Kirche“ vor, die den Kontakt mit denen sucht, die der Kirche nicht hoch verbunden sind sowie eine Kirche, die sich mehr vernetzt. Mit 57 Ja-Stimmen bei 15 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen wählten die Synodalen Volker Neuhoff (62) für eine zweite Amtszeit von vier Jahren bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand.

Großen Raum nahmen auf der Synode die Beratungen über insgesamt vier vorgeschlagene Spar- und Investitionspakete im Rahmen des Zukunftsprozesses des Kirchenkreises ein und damit auch über die Zukunft der Kindertageseinrichtungen und der Häuser der offenen Tür (HoT) in evangelischer Trägerschaft. Die Vorschläge umfassten den vollständigen Verzicht auf die Finanzierung von Kitas und HoTs, die teilweise Abgabe der Kita-Trägerschaft, den Erhalt der Kita-Trägerschaft oder den weitgehenden Verzicht auf Investitionen. „Wir nehmen mit Kitas und HoTs staatliche Aufgaben wahr. Die Finanzierung können wir uns nicht länger leisten. Die Diskussion darüber muss geführt werden“, erläuterte Pfarrer Claus-Jürgen Reihs für die Region West. Bei der Finanzierung der HoTs müssten die Kommunen mehr in die Pflicht genommen werden, sagte Pfarrerin Katrin Elhaus (Bad Driburg). Nach mehrstündiger Diskussion stand am Ende eine äußerst knappe Entscheidung mit nur einer Stimme Unterschied für den Vorschlag des Kreissynodalvorstandes gegenüber einem Vorschlag der Kirchengemeinde Paderborn. Anschließend wurde nach einem Kompromiss gesucht, den dann eine deutliche Mehrheit der Synodalen mittragen konnte.

Beschlüsse zu Kitas und HoTs

Der Kirchenkreis versucht, bis 2026 (dann soll das Kinderbildungsgesetz des Landes NRW die Kita-Finanzierung neu regeln) die Finanzierung der 16 Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis (11 in Trägerschaft des Kita-Verbundes, 5 in Trägerschaft der Kirchengemeinde Paderborn) in einem Rahmen von mindestens 1 Million Euro bis zu 10 Prozent der jährlichen Kirchensteuereinnahmen aufrecht zu erhalten. Zum Ausgleich von Defiziten werden die Rücklagen des Kita-Bereichs eingesetzt. Die drohende Abgabe der Trägerschaft von sechs bis sieben evangelischen Kitas konnte damit erst einmal abgewendet werden.

„Aufgegebene Kitas kommen nicht wieder. Die Kitas wollen in der Kirche mitgestalten“, hatte sich Ulrike Freitag-Friedrich, Geschäftsführerin des Kita-Verbundes, für den Erhalt der Kitas eingesetzt. Nach der Entscheidung erklärte sie: „Wir werden bei der Politik weiter ordentlich Druck für eine auskömmliche Finanzierung der Kitas machen.“ Pfarrer Thomas Walter, Kirchengemeinde Paderborn, betonte: „Kirche findet nicht nur in der Kirche statt. Die Kitas sind gelebte Glaubensvermittlung.“ Während der Synode protestierten Eltern und Kinder der Paderborner Kita Himmelszelt gegen die drohende Aufgabe der evangelischen Trägerschaft und forderten auf Transparenten von der Politik mehr Unterstützung für die Träger. „Ich bin ganz bei Ihnen. Wir rufen die Politik auf, uns nicht im Regen stehen zu lassen“, sagte Superintendent Volker Neuhoff. „Wir brauchen die Unterstützung der Politik und der Kommunen, sonst können wir es auf Dauer nicht schaffen.“

Im Beschlusspaket enthalten ist auch die Finanzierung der HoTs in evangelischer Trägerschaft. Die HoT-Standorte der Kirchengemeinden Bad Driburg, Borchen, Emmer-Nethe und Paderborn werden im Haushaltsjahr 2024 zu 25 Prozent ihres Haushaltsvolumens von der Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises mitfinanziert.

Das Spar- und Investitionspaket

Weitere Bestandteile des beschlossenen Paketes: Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. erhält wie im letzten Jahr 4,5 Prozent der jährlichen Kirchensteuereinnahmen des Kirchenkreises. Die Stelle der Erwachsenenbildung wird aufgrund zugesagter Projektförderung für drei Jahre fortgeführt. Das Schulreferat und die Mediothek gehen auf eine Kooperation mit den benachbarten Kirchenkreisen in Form eines gemeinsamen Bildungszentrums zu. Beim Verband der Kirchenkreise Bielefeld, Gütersloh, Halle und Paderborn wird eine gemeinsame Fachstelle Fundraising aufgebaut; zur Finanzierung wird eine vakante halbe Stelle im Öffentlichkeitsreferat eingesetzt. Im Bereich „Superintendentur und synodale Dienste“ sollen 75.000 Euro eingespart werden. Weitere Investitionen in folgenden Bereichen sind mit einem Sperrvermerk versehen und an eine Konzepterstellung gebunden: Eine neue halbe Stelle im Jugendreferat und ein Innovationsfonds in Höhe von 150.000 Euro für Projekte im Bereich „Mobile Kirche“ und „Digitale Kirche“.

Die Evangelische Kirche von Westfalen rechne im Haushaltsjahr 2023 mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 520 Millionen Euro und plane für 2024 mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 548 Millionen Euro, erläuterte Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Vorsitzender des Finanzausschusses, in seinem Bericht. Für den Kirchenkreis Paderborn werden 2023 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 11,65 Millionen Euro erwartet und 11,67 Millionen Euro im Jahr 2024. „Das bedeutet keine Entspannung“ betonte Düker mit Blick auf allgemeine Kostenerhöhungen und gestiegene Personalkosten. Die Synodalen beschlossen die Haushalte 2024. Notwendig ist eine Rücklagenentnahme von 248.000 Euro (2023: 784.000 Euro).

In ihrem Grußwort ging Sigrid Beer, nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), auf den Rücktritt von Annette Kurschus als Präses der EKvW und Ratsvorsitzende der EKD ein. Die evangelische Kirche sei Erschütterungen ausgesetzt, so Beer. Zeichen für Ermutigung sieht sie in den Ergebnissen der 6. Kirchenmitgliedschafts-Untersuchung (KMU): „Wir werden weniger. Aber die Menschen habe hohe Erwartungen an die Kirchen und vertrauen ihrem sozialen Engagement.“

Der Gottesdienst zur Synode wurde geleitet von Pfarrer Detlev Schuchardt (Bad Lippspringe), der im Januar 2024 in den Ruhestand gehen wird. In seiner 1000. Predigt stimmte er die Synodalen mit Blick auf die Adventszeit trotz aller schwierigen Entscheidungen hoffnungsfroh: „Es ist Gottes Zukunft, auf die wir warten. Ihm den Weg frei zu machen, ist unsere Aufgabe.“

Das Leitungsgremium Kreissynode setzt sich aus Abgeordneten der 14 evangelischen Kirchengemeinden und der gemeinsamen Dienste zusammen. Die rund 100 Synodalen vertreten 75.000 evangelische Christinnen und Christen in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie in Lügde im Kreis Lippe.

Fragebogenaktion [11.01.2024]

Sie kommen auch über diesen QR-Code zur Umfrage!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die Leitung der evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe, führen zurzeit eine kurze Umfrage zu unserer Kirchengemeinde durch, um die Bedürfnisse, Hoffnungen, Wünsche und Erwartungen in unserer Gemeinde besser zu verstehen. Diese wichtigen Informationen werden als Grundlage dienen, um unsere Dienste und Initiativen zu verbessern. Dabei wollen wir sicherzustellen, dass auch Ihre Ansichten dabei berücksichtigt werden können. Unterstützt werden wir bei dieser Umfrage von einer Gruppe von Studierenden der Universität Bielefeld unter der Leitung von Herrn Dr. Thomas Blank. Es ist geplant, die Ergebnisse dieser Umfrage im Frühjahr 2024 in der Gemeinde im Rahmen einer Gemeindeversammlung, über die Homepage der Gemeinde und über den Gemeindebrief öffentlich zu machen.

Deshalb bitten wir Sie um einige Minuten Zeit, um an dieser Umfrage möglichst vollständig und mit Ihren ehrlichen Antworten teilzunehmen. Ihre Teilnahme ist natürlich freiwillig und vollkommen anonym. Die Daten werden entsprechend der geltenden rechtlichen Datenschutzbestimmungen vertraulich behandelt. Rückschlüsse auf Ihre Person sind damit nicht möglich.

Scannen Sie den nebenstehenden QR-Code oder gehen Sie über diesen Link auf die Online-Seite der Umfrage und füllen dort den Fragebogen bis spätestens zum 21.01.2024 aus.

Bitte machen Sie auch andere auf unsere Umfrage aufmerksam - jede Antwort hilft!

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen. Wir freuen uns auf Ihre Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Antje Lütkemeier, Pfarrerin ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe

Detlev Schuchardt, Pfarrer ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe

Gedenkandacht [16.01.2024]

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Auf Initiative vieler engagierter Gruppen in Bad Lippspringe soll auch dieses Jahr eine Gedenkandacht anlässlich des bundesweiten Gedenktages für die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 bewusst „begangen“ werden.

Der 27. Januar, der Tag der Befreiung von Auschwitz, ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein „DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit bringen Orientierung für künftige Generationen: „Zunächst darf das Erinnern nicht aufhören; denn ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft“, soweit Roman Herzog. Der Jahrestag der Befreiung wurde 1996 auf seine Initiative offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Zum zweiten Mal wird am Freitag, dem 26. Januar 2024, um 18.00 Uhr in der Marienkirche (Grüne Str. 34b) der Bad Lippspringer Jüdinnen und Juden und aller Opfer des Nationalsozialismus im Rahmen der Gedenkandacht gedacht. Das Motto „Sie waren unsere Nachbarn!“ erinnert und macht betroffen zugleich. Die christlichen Gemeinden, die Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Bad Lippspringe“, die Gesamtschule und der Bürgermeister der Stadt laden die Öffentlichkeit herzlich ein. Durch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte findet eine denkwürdige Form der Erinnerungskultur vor Ort statt. Unter aktiver Beteiligung der Schülerschaft der Gesamtschule und vieler engagierten Mitwirkenden wird in diesem Jahr Walter Meyer (1922-1941), in den Mittelpunkt der Feierstunde gestellt.

Spendenaktion "Brot für die Welt" [05.12.2023]

Am 1. Advent startete die diesjährige Spendenaktion von "Brot für die Welt"  unter dem Motto "Wandel säen". Unsere Kirchengemeinde hat dafür wieder eine spezielle Seite eingerichtet, über die Sie online spenden können.

Mehr als 800 Millionen Menschen auf der Welt leiden Hunger. Eine Umkehr ist nötig. Wir brauchen ein Ernährungssystem, das den Armen zu Gute kommt, unsere natürlichen Ressourcen schont und die Klimakrise nicht weiter verstärkt. Mit Ihrer Gabe leisten Sie einen wertvollen Beitrag dazu. Herzlichen Dank!

Festschrift und Fotos vom Gemeindefest in Neuenbeken am 15.10.2023 [16.102023]

Aus dem Presbyterium [12.10.2023]

Am  9. Oktober 2023, tagte das Presbyterium. Auf der Tagesordnung stand insbesondere eine Stellungnahme zu den möglichen Beschlüssen aus dem "Zukunftsprozess" des Kirchenkreises. Das Presbyterium möchte gerne weiter an der Trägerschaft von evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis festhalten. Die Einsparmöglichkeiten bei Schulreferat und Mediothek werden begrüßt. Eine mögliche Einsparmöglichkeit wird in der Einstellung der Mitfinanzierung von Häusern der offenen Tür (HOTs) im Kirchenkreis gesehen. Personalstellen wie die Erwachsenenbildung oder "digitale Kirche" sollen erhalten bleiben, wenn diese in ihrer Tätigkeit sich insbesondere auf die Förderung und Unterstützung von Ehrenamtlichen aus den Gemeinden fokussieren. Wenn es gelingt, einen ausgeglichenen Haushalt für das kommende Jahr aufzustellen, sollte auch der Kirchensteueranteil für die Diakonie wieder auf den früheren 5%-Anteil zurück geführt werden. Für viele angedachte Projekte ("Mobile Kirche", "Kompetenzzentrum") werden zuerst Konzepte gewünscht, bevor über eine finanzielle Unterstützung beraten werden kann. Eine überregionale Fundraising-Stelle beim Kirchenkreisverbund sollte geschaffen werden, wenn diese nicht zur Erhöhung der Umlage für den Kirchenkreisverband führt.
Das Presbyterium sprach sich auch dafür aus, dass bei zukünftigen Beisetzungen auf dem städtischen Friedhof, bei denen die Asche von Verstorbenen auf einem speziellen Feld verstreut wird, die Angehörigen seelsorgerlich begleitet werden sollen.
Bei den anstehenden Presbyteriumswahlen im Februar 2024 soll wieder die gleiche Anzahl von Presbyterstellen besetzt werden wie bisher. Vom Wahlgesetz her wäre eine Reduzierung um zwei Stellen möglich, wir möchten jedoch gerne weiter die Aufgaben und Freuden mit mehr Menschen als mit der Minimum-Vorgabe teilen.

Synode: Kirchenkreis berät weiter über Zukunftsprozess [28.08.2023]

Die zehn vorgeschlagenen Perspektiven für die kommenden Jahre wurden auf der Synode des Kirchenkreises weiter diskutiert und der Zwischenstand für den weiteren Prozess festgehalten. Foto: EKP/Oliver Claes

Superintendent Neuhoff kritisiert Kita-Politik

Paderborn/Kirchenkreis. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn stand im Zeichen von Zukunftsfragen in einer Zeit sich überlagernder Krisen. Intensiv diskutierten die Synodalen die zehn vom Kreissynodalvorstand (KSV) vorgeschlagenen Perspektiven für die kommenden Jahre. „Unser Zukunftsprozess ist an einer Stelle angelangt, an der alle Vorschläge auf ihre finanziellen und personellen Auswirkungen hin überprüft werden müssen“, sagte Superintendent Volker Neuhoff. Synodalassessor Gunnar Wirth machte noch einmal die Dringlichkeit deutlich: „Wir müssen jährlich über eine Million Euro einsparen, sonst wären wir in vier bis fünf Jahren zahlungsunfähig.“

Die Vorschläge umfassen die Stärkung bzw. Fortsetzung der Schwerpunkte Diakonie und Jugendarbeit des Kirchenkreises, die Fortführung der kirchlichen Trägerschaft für die Kitas, die Einrichtung von Zentren für Religionspädagogik und Seelsorge, Ideen für mobile und digitale Kirche sowie Fundraising, die Aufgabe der Erwachsenenbildung und die Bitte an die Kirchengemeinden, ihren Gebäudebestand drastisch zu reduzieren und auf ökumenische Gebäudenutzungen zuzugehen.

Zukunftsprozess in stürmischen Zeiten

„Wir leben in stürmischen Zeiten, müssen die Segel neu setzen und die Gestalt unseres Kirchenkreises erneuern“, hatte Pfarrerin Silvia Reinecke die Synodalen mit ihrer Predigt zum Auftakt der Tagung eingestimmt. Auch der Kirchenkreis leide unter dem zunehmenden Bedeutungsverlust der Kirchen. Die Aufgabe von Gebäuden und Angeboten erfordere einen Trauerprozess, neue Formate für Jugendliche und Kirchenferne würden gebraucht. „Wir sind den Menschen echte Lebenshilfe, die auch Glaubenshilfe ist, schuldig“, formulierte Reinecke den Auftrag der Kirche.

Mitarbeitende und Jugendliche der HoTs in kirchlicher Trägerschaft informierten am Rande der Tagung, dass sie die offene Jugendarbeit gefährdet sehen. Denn zu den vom KSV vorgeschlagenen Einsparungen durch die Konzentration der HoT-Finanzierung auf einen Standort kämen drohende Einsparungen durch die Kommunen hinzu.

Nachdem es auf der Synode nun einen Zwischenstand der Diskussion gegeben hat, folgt eine weitere Runde der Diskussion in Gremien, ein Austausch der beteiligten Teams und des KSV sowie eine Synodalversammlung am 8. November. Die Beschlüsse zu den Vorschlägen über die zukünftige Ausrichtung des Kirchenkreises sind für die Synode am 1. Dezember geplant.

„Die Landesregierung lässt die Kita-Träger im Regen stehen.“

In deutlichen Worten berichtete Superintendent Volker Neuhoff über die zunehmend schwierige Situation der Kitas. Alle Träger würden seit langem beklagen, dass die Kitas unterfinanziert seien. Einige Träger stünden vor der Insolvenz, aber die Landesregierung handele nicht, wie es notwendig wäre. Die angekündigten Programme seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. NRW stehe vor einem Kita-Kollaps. „Die Landesregierung lässt die Kita-Träger im Regen stehen“, kritisierte Neuhoff. „Die Lohnsteigerungen, die allen Mitarbeitenden von Herzen gegönnt sind, reißen jetzt außerdem ein tiefes Loch in unsere klammen Kassen“, so Neuhoff. Dieses müsste erneut aus den keineswegs hohen Rücklagen gestopft werden. Das sei nicht auf Dauer möglich und würde alle kirchliche Arbeit gefährden. Deshalb habe er die Bürgermeister dringend um Unterstützung bei der Finanzierung der evangelischen Kitas in ihrem Bereich gebeten. Von der Landesregierung fordert Neuhoff ein „Sofortprogramm und Rettungspaket“ bis zum Ende des Jahres.

Partnerschaft mit Kusini B in Tansania gefestigt

„Wir sind mit vielen guten Gedanken und Eindrücken zurückgekommen. Die persönliche Begegnung hat unsere Partnerschaft gefestigt“, zog Pfarrer Karl-Edzard Buse-Weber (Ausschuss Tansania) eine positive Bilanz der Reise einer Delegation aus dem Kirchenkreis Paderborn in den Partnerkirchenkreis Kusini B in Tansania. Gemeinsame Projekte wie die Krankenstation in Ilemera liefen gut und sollten strategisch weiterentwickelt werden; im Bereich der Jugendarbeit werde über einen Austausch mittels digitaler Medien nachgedacht und für 2025 sei ein Gegenbesuch aus Tansania in Planung, so Buse-Weber. Mit ihm hatten Superintendent Volker Neuhoff, Pfarrerin Melanie Hellmers (Jugendpfarrerin des Kirchenkreises/Kirchengemeinde Altkreis Warburg) und Oliver Schwarz (Leiter des Jugendreferates) an der Reise teilgenommen.

Aktuelle Krisen wirken sich in kreiskirchlichen Arbeitsfeldern aus

Turnusgemäß wurden der Synode Berichte aus den kreiskirchlichen Arbeitsfeldern für die Jahre 2021 und 2022 vorgelegt. Dazu gehören unter anderem die Gemeinsamen Dienste und die Kreispfarrstellen. „Die Pandemie wirkt nach und beschäftigt die Menschen nach wie vor, besonders in den schulischen Arbeitsbereichen“, fasste Synodalassessor Gunnar Wirth die Berichte zusammen. Mit dem Wiederbeginn nach Corona gebe es einen großen Druck; bestehende Veranstaltungsformate würden hinterfragt und die aktuellen, sich überlagernden Krisen stellten die Arbeitsbereiche vor neue Aufgaben. „Die Mitarbeitenden versuchen, mit den Problemen umzugehen und suchen mit Begeisterung nach Lösungen“, sagte Wirth. Er sieht angesichts des Mangels an Fachkräften und ehrenamtlich Mitarbeitenden aber die Gefahr der Überforderung.

An der Synode des Kirchenkreises im Paderborner Martin-Luther-Zentrum nahmen 69 stimmberechtigte Abgeordnete sowie beratende Mitglieder aus den 14 evangelischen Kirchengemeinden und den gemeinsamen Diensten teil. Sie vertreten 75.000 evangelische Christinnen und Christen, die in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie im lippischen Lügde leben.

Lust auf Verantwortung und Mitgestaltung? [03.10.2023]

In unserer evangelischen Kirche sind wir stolz darauf, das es keinen Pabst gibt, der von oben herab alles bestimmen kann, sondern dass die entscheidende Leitung vor Ort durch ein demokratische gewähltes Gremium passiert: unser Presbyterium. Die Presbyterien der einzelnen Kirchengemeinden wählen dann Mitglieder der Kreissynode, welche die Kirchenkreis-Leitung (Kreissynodalvorstand) wählt, und die Kreissynode wählt wiederum die Mitglieder der Landessynode - hier wird also Demokratie von unten nach oben praktiziert.

Demokratie kann jedoch nur dann richtig funktionieren, wenn man Menschen hat, die auch auf unterster Ebene bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Interesse an der Mitgestaltung haben. Im Februar finden wieder Wahlen für die Presbyterien statt - wir suchen also Kandidatinnen und Kandidaten. Naturgemäß werden einige Mitglieder aus dem jetzigen Presbyterium ausscheiden, also brauchen wir jetzt auch "neue" Gesichter.

Wer also Lust auf das Mitgestalten von Kirche hat, Fähigkeiten, Talente und ein wenig Elan mitbringt, Mitglied unserer Gemeinde, volljährig und nicht älter als 75 Jahre ist, der sollte seine Kandidatur in Erwägung ziehen und Kontakt mit einer Pfarrperson, dem gegenwärtigen Presbyterium oder unserem Gemeindebüro aufnehmen. Zugegeben, wer in dem Leitungsgremium mitwirken möchte, muss Freizeit investieren. Aber sie bzw. er gewinnt Anerkennung und Wertschätzung, kann im Ehrenamt viel gestalten und Akzente setzen.

Nachfolger gesucht: Wer möchte den Gemeindebrief erstellen? [29.05.2023]

In eigener Sache

Man wird alt und älter, die Wehwechen nehmen zu und die Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte häufen sich. Da ist es an der Zeit im Alter von 75 Jahren ein Ehrenamt abzulegen und nach einer geeigneten Nachfolgerin, einem geeigneten Nachfolger zu suchen.

Seit 2014 bin ich im Redaktionsteam des Gemeindebriefes tätig, layoute die Zeitschrift und sende die Druckdaten an eine Druckerei.

Womit erstelle ich den „Gemeindebrief“? Mit Desktop-Publishing-Programmen wie „InDesign“ und „PhotoShop“ von Adobe für Windows. Mit diesen beiden Programmen bringe ich jeden Text und jedes Foto in das richtige Format. Und da beginnt auch schon die Schwierigkeit mit der Suche nach einer Nachfolgerin, einem Nachfolger.

Unter dem Motto: „Learning by doing … lernen während der Arbeit oder probieren geht über studieren, habe ich mir in fast 30 Jahren die Gestaltung von Drucksachen mit diversen Softwareprogrammen am Computer selbst beigebracht. Obgleich ich keine Ausbildung zum Grafiker habe - heute heißt das Berufsbild Mediengestalter -, konnte ich im Verlauf meiner vielen Berufsjahre eine Vielzahl von Publikationen layouten, darunter Plakate, Prospekte, Broschüren und sogar Bücher!

Gesucht wird also ein Gemeindemitglied, das Windows-Programme oder vergleichbare Programme für MAC zur Erstellung von Drucksachen beherrscht.

Und welcher Zeitaufwand fällt an? Der Gemeindebrief hat in der Regel 28 – 32 Seiten. Er erscheint viermal im Jahr. Pro Ausgabe sitze ich etwa 10 – 15 Stunden am Computer. Hinzu kommen zwei Redaktionssitzungen pro Ausgabe im Gemeindebüro, bei denen die Themen besprochen werden, die zur Veröffentlichung infrage kommen.

Können Sie sich vorstellen hier tätig zu werden? Natürlich werde ich Sie bei der ersten, von Ihnen erstellten Ausgabe begleiten und Ihnen helfen, ein schönes Heft zu erstellen!

Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Interesse besteht. Ich beantworte auch gerne Ihre Fragen zu diesem Thema: Tel. 0 163 170 88 71 oder Email

Ich freue mich auf Ihren Kontakt.

Ihr

Hartmut Tendies

Formular-Lotsen der Diakonie unterstützen beim Ausfüllen von Anträgen [24.08.2023]

Elisabeth Keller von der Sozialberatung der Diakonie ist Ansprechperson für das Angebot Formular-Lotsinnen und -Lotsen. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Paderborn (dph). Wer Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, z.B. vom Jobcenter, benötigt, kann sich an die Formular-Lotsinnen und -Lotsen der
Diakonie Paderborn-Höxter e.V. wenden. Das neue Angebot ist jetzt gestartet. Termine können freitags vormittags und bei Bedarf nach Absprache auch zu anderen
Zeiten vereinbart werden.
Die Formular-Lotsinnen und -Lotsen helfen Menschen, die Sozialleistungen beantragen wollen und Schwierigkeiten haben, den Antragsprozess alleine zu
bewältigen. Gemeinsam werden die benötigten Dokumente gesammelt, Formulare ausgefüllt und der Antrag eingereicht.
Das Ziel des Angebotes ist es, betroffene Menschen durch die Papierfülle bei der Antragsstellung zu führen, ihnen den Zugang zu Sozialleistungen zu erleichtern und
die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Kontakt und Terminvereinbarung:
Sozialberatung der Diakonie
Elisabeth Keller
Tel.: 0176 21 36 35 84
E-Mail: sozialberatung@diakonie-pbhx.de

Bilder von der „Bonhoeffer-Veranstaltung“ im Glaubensgarten am 20.08.2023 [22.08.2023]

Fotos: Wolfgang Dzieran

Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie [01.07.2023]

Vanessa Kamphemann, Geschäftsführung und Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., (r.) freut sich, dass Alexandra Meier (l.) die Ehrenamtskoordination der Diakonie in Paderborn übernommen hat. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Vorgestellt: Alexandra Meier, die neue Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie

Ich bin Alexandra Meier, die neue Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie für die Stadt und den Kreis Paderborn. Einige kennen mich schon und bringen mich mit der Integrationsagentur der Diakonie und der dazu gehörenden Projektarbeit – vor allem in Bezug auf die Schwerpunkte meiner Tätigkeit Interkulturelle Öffnung und Antidiskriminierungsarbeit – in Verbindung. Ebenso gehören aber auch Sozialraumarbeit und der Ausbau von bürgerschaftlichem Engagement zu meinen Aufgaben. Deshalb ergänzt die Ehrenamtskoordination dieses Angebot sinnvoll.

Mein Anliegen ist es, im Rahmen meiner hauptamtlichen Tätigkeit Menschen, die an einem Ehrenamt interessiert sind, passgenau zu vermitteln. Ich stehe jeder und jedem beratend zur Seite, sei es, um über unsere Angebote und Einsatzmöglichkeiten zu informieren oder auch konkrete Fragen zu beantworten. Des Weiteren bin ich für Menschen da, die bereits ehrenamtlich tätig sind und Unterstützung benötigen, sowohl bei organisatorischen Fragen, in finanziellen Angelegenheiten oder auch bei Weiterbildungsangeboten.

Mir ist es wichtig, dass alle mit ihren Vorstellungen und Ideen ernst genommen werden und vorhandene Stärken und Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden. Ehrenamt ist und bleibt für die Kirche und Diakonie unverzichtbar. Viele Angebote sind ohne den Einsatz von Ehrenamtlichen nicht realisierbar.

„Wir freuen uns sehr, dass Alexandra Meier sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe entschieden hat und sind uns sicher, dass sie mit ihrer Erfahrung und Kompetenz einen wertvollen Beitrag zur Arbeit der Diakonie leisten wird.“, so Vanessa Kamphemann, Geschäftsführung und Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Ob „Alltagshelfer“, Begleitung von Menschen in vielfältigen Lebenslagen, Bewerbungsunterstützung für geflüchtete Menschen und Migranten, Hausaufgabenhilfe, Unterstützung bei diversen Projekten und Veranstaltungen, Ferienangebote, Einsatz in der Bahnhofsmission oder in der Schulmaterialienkammer – die Diakonie bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement. Deshalb gibt es für Fragen rund um das Ehrenamt bei der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. zentrale Ansprechpersonen, die beraten und begleiten und auch für eine Verzahnung von hauptamtlicher und ehrenamtlicher Diakonie sorgen.

Sprechen Sie mich gerne an:

Kontakt: Alexandra Meier, Klingenderstr. 13, 33100 Paderborn, Tel. (05251) 5002-20 oder per E-Mail: ehrenamtdontospamme@gowaway.diakonie-pbhx.de

Tauffest im Jordanpark [19.06.2023]

Foto: Hartmut Tendies

Musik, Geist, Luft, Licht und Wasser - das waren die Elemente, die bei dem Tauffest eine Rolle spielten.

Die Einstimmung begann in einer gut gefüllten Kirche mit viel Musik und Lebendigkeit. Das Taufevangelium wurde verlesen, der Hl. Geist auch in den schon länger Getauften wieder zum Sprudeln gebracht und das Glaubensbekenntnis gemeinsam in kindgerechter Sprache gesprochen.

Nach einem Erfrischungsgetränk vor der Kirche ging es in großer Gruppe in den Arminiuspark zum Modell der Sonne. Die beiden Sonnen (die echte und das Modell) spiegelten sich in den Seifenblasen, die die Kinder in die Luft steigen ließen. „Licht macht lebendig“ war die Botschaft dieser Station. Das E-Piano konnte natürlich nicht mitgenommen werden, aber die Stimme Sonja Ruthemanns und die Gitarrenbegleitung sorgten auch dort für eine gute Atmosphäre

Abschluss und Höhepunkt waren schließlich die Taufen an der Jordanquelle. Das Jordanwasser war vorsorglich schon in den Morgenstunden geschöpft und zum Anwärmen in die Sonne gestellt worden.

Während der eigentlichen Taufhandlung entstand in der wunderschönen Umgebung eine geradezu feierliche Stimmung. Sieben Täuflinge im Alter von 6 Wochen bis hin zu einer Erwachsenen waren nacheinander mit ihren Familien am Taufbecken. Vaterunser und Segen schlossen die Tauffeier offiziell ab.

Fazit: Natürlich gab es Ideen, was man noch alles hätte machen können, aber das hätte den organisatorischen Rahmen gesprengt. Alles in allem aber waren ca. 150 Menschen anwesend, alle bei guter Laune und durchweg fröhliche Kinder -  das machte auch die Mitwirkenden zufrieden und glücklich.

(Christel Schuchardt)

Aus dem Presbyterium [21.08.2023]

Auf seiner Klausurtagung am letzten Samstag (19.08.2023) und in der Sitzung der letzten Woche hat sich das Presbyterium mit vielen Themen befasst. Ausführlich diskutiert wurde eine Fragebogenaktion, die wir gemeinsam mit der Uni Bielefeld im Winter starten wollen, in der es unter anderem um die Aufgaben der Evangelischen Kirchengemeinde und auch um unsere Gottesdienste gehen soll. Es wurden kleine Arbeitsgruppen gebildet, welche das Gemeindefest am 15. Oktober in Neuenbeken und die Verabschiedung von Pfarrer Detlev Schuchardt in 2024 vorbereiten sollen. Außerdem ging es um Themen wie ein "Schutzkonzept gege sexuelle Gewalt" in unserer Gemeinde, um die zukünftige Gestaltung von Gemeindebrief und Webseite, um den Windpark Seske, um Bestattungen für mittellose Gemeindemitglieder und andere Themen. Und natürlich ging es auch um die Presbyteriumswahlen im kommenden Jahr. An den genannten Themen, mit denen sich das Presbyterium beschäftigt, können Sie sehen, welche Vielfalt der Möglichkeiten der Gestaltung unser Amt bietet. Die bisherigen Presbyterinnen und Presbyter sind mit viel Freude und oft auch Spaß dabei. Da einige Ausscheiden werden, sind neue Plätze frei. Möchten Sie unser Team verstärken? Machen Sie mit!

Zukunftsprozess des Kirchenkreises Paderborn geht in die nächste Phase [19.06.2023]

Superintendent Volker Neuhoff stellt bei einer Synodalversammlung im Martin-Luther-Zentrum die Vorschläge des Kreissynodalvorstandes zur zukünftigen Ausrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn vor. Foto: EKP/Oliver Claes

Zehn Perspektiven für die Zeit bis 2030 sollen diskutiert werden

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde (ekp). Der Zukunftsprozess des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn hat eine wichtige Etappe erreicht. Auf einer Synodalversammlung mit 70 Teilnehmenden im Paderborner Martin-Luther-Zentrum stellte der Kreissynodalvorstand (KSV) seine Vorschläge mit zehn Perspektiven für die kommenden Jahre vor. Diese sollen nun auf allen Ebenen im Kirchenkreis, wie den Presbyterien der Kirchengemeinden, den Gemeinsamen Diensten und Ausschüssen, weiter beraten werden.

„In der Mitte der Wegstrecke des Zukunftsprozesses wird keine fertige Vision präsentiert, sondern Perspektiven aufgezeigt, an denen weiterzuarbeiten ist“, erläuterte Superintendent Volker Neuhoff. Er nannte den auf 14 Monate angelegten Prozess „ein hoch ambitioniertes Projekt“ und dankte allen, die sich daran beteiligt haben.

Die Kirche müsse mehr raus, könne gezielt stationär, digital und mobil präsent sein und solle auch in zehn Jahren noch Mittel für ihre aktuellen Schwerpunkte Diakonie und Jugendarbeit, ebenso für Kindertageseinrichtungen und Seelsorge ausgeben, beschrieb Neuhoff den Grundtenor des bisherigen Prozesses. Zudem sei klar gewesen, dass notwendige Einsparungen Innovationen nicht verhindern dürften.

Die Vorschläge des KSV umfassen die Stärkung bzw. Fortsetzung der Schwerpunkte Diakonie und Jugendarbeit des Kirchenkreises, die Fortführung der kirchlichen Trägerschaft für die Kitas, die Einrichtung von Zentren für Religionspädagogik und Seelsorge, Ideen für mobile und digitale Kirche sowie Fundraising, die Aufgabe der Erwachsenenbildung und die Bitte an die Kirchengemeinden, ihren Gebäudebestand drastisch zu reduzieren und auf ökumenische Gebäudenutzungen zuzugehen.

Im Einzelnen wird unter anderem vorgeschlagen, dass die Diakonie wieder eine Zuweisung in Höhe von fünf Prozent der Kirchensteuereinnahmen bekommt, das Jugendreferat um eine Personalstelle erweitert wird und Einsparungen durch die Konzentration der HOT- Finanzierung auf den Standort Borchen erzielt werden. Im Kita-Bereich soll eine Stelle für Religionspädagogik geschaffen werden und Einsparung sich durch die Zusammenarbeit mit anderen Verbünden oder evangelischen Trägern ergeben. Kooperationen mit den benachbarten Kirchenkreisen werden für die Bereiche Schulreferat/Mediothek und Fundraising vorgeschlagen. Zusammengefasst ergibt sich durch die vorgeschlagenen Einsparungen, Investitionen und Erträge eine Einsparung in Höhe von rund 850.000 Euro. (Die Vorschläge können im Detail gelesen werden auf: www.kirchenkreis-paderborn.de)

Entwickelt haben die Mitglieder des KSV diese Vorschläge aus den Ergebnissen mehrerer Zukunftswerkstätten, Treffen des „Fokus-Teams“, das sich mit den finanziellen Möglichkeiten des Kirchenkreises auseinandergesetzt hat, des „Dream Teams“, das Szenarien für die evangelische Kirche in der Region im Jahr 2030 entwickelt hat und einer Online-Umfrage zur Zukunft der Kirche. Insgesamt haben sich über 1.000 Menschen auf unterschiedliche Weise an diesem Zukunftsprozess beteiligt, der von der Stiftung xpand begleitet wird.

So geht es mit dem Beratungsprozess weiter: Einen Zwischenstand der Diskussion gibt es auf der Synode am 25. August. Es folgen eine weitere Runde der Diskussion in den Gremien, ein Austausch der beteiligten Teams und des KSV sowie eine zweite Synodalversammlung am 8. November. Die Beschlüsse zu den Vorschlägen über die zukünftige Ausrichtung des Kirchenkreises sind für die Synode am 1. Dezember geplant.

Hintergrund des Zukunftsprozesses im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn ist ein dauerhaftes strukturelles Defizit in allen Bereichen der Arbeit von Kirchengemeinden und Kirchenkreis von rund 1 Million Euro. Zugleich werden für die kommenden Jahre weitere Rückgänge bei den Gemeindegliederzahlen und sinkende Kirchensteuereinnahmen erwartet.

Zum Kirchenkreis Paderborn gehören 14 Kirchengemeinden mit 75.000 evangelischen Christinnen und Christen in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie in Lügde im Kreis Lippe.

 

Dr. Stefanie Kolbusa ist neue Referentin für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Paderborn [06.06.2023]

Dr. Stefanie Kolbusa ist neue hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin in der Regionalstelle Paderborn des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes. Foto: EKP/Jan-Hendrik Noll

Raum für Reflektion und Austausch über Grenzen hinweg

Kreis Paderborn/Kreis Höxter/Lügde (ekp). Dr. Stefanie Kolbusa ist neue Referentin für die Regionalstelle Paderborn des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe e.V. Die Stelle ist befristet bis zur Entscheidung der Synode des Kirchenkreises Paderborn Ende des Jahres über die zukünftige Ausgestaltung von Arbeitsbereichen im Rahmen des Zukunftsprozesses.

Nach vielen Jahren Lebens und Arbeitens im Ausland lebt Kolbusa nun wieder in Paderborn, wo sie 1986 am St. Michaelsgymnasium die Schulzeit abgeschlossen hat. Ihre Erfahrungen, die Erkenntnis, dass Diversität Reichtum bedeutet und vor allem ihre Neugier auf das Leben möchte sie in ihre Tätigkeit in der Erwachsenenbildungsarbeit einbringen.

„Für mich ist gegenseitiges Lernen essenzieller Bestandteil des Lebens und ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Wir alle bringen Erfahrungen und Kenntnisse mit, die einzubringen die Gemeinschaft bereichert“, sagt Dr. Stefanie Kolbusa. Die Erwachsenenbildungsarbeit biete hierbei einen unverzichtbaren Raum, sich selbst und die Gesellschaft zu reflektieren und zu entwickeln, so die neue hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin. „Besonders wertvoll finde ich dabei den Austausch hinweg über Grenzen wie die der Herkunft, der Religion und des Geschlechts“, erklärt Kolbusa.

Nach dem Abitur arbeitete Stefanie Kolbusa als freiwillige soziale Helferin ein Jahr lang in Tansania. Diese Zeit hat sie sehr geprägt. Sie hatte dort fließend Kiswahili gelernt und war neugierig auf andere Sprachen und Lebenswelten geworden. So fiel ihre Studienfachwahl auf Afrikanistik und Ethnologie. Ihre Studienzeit verbrachte sie hauptsächlich in Bayreuth, wobei sie zwei Auslandssemester an die Universität in Dar es Salaam führten. Gefördert wurde ihr Studium vom Ev. Studienwerk Villigst e.V.

Die Themen Kommunikation, Lebensalltag und Musik, die ihr am Herzen liegen, konnte Kolbusa im Rahmen ihrer Promotion in Ostafrika erforschen. Schließlich führte sie ihr Weg für acht Jahre nach Ruanda. Dort hat sie an der National University of Rwanda Ethnologie und Kiswahili Literatur unterrichtet. 2015 ging sie an die Aga Khan University nach Großbritannien, um dort beim konzeptionellen Aufbau eines Kiswahili Centres, das Teil eines neuen Campus für Ostafrika werden sollte, mitzuwirken. Dieses Projekt musste aber eingestellt werden. Brexit und familiäre Gründe haben Kolbusa dann veranlasst, nach 12 Jahren im Ausland, wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Aus dem Presbyterium [14.06.2023]

Am Dienstag, den 13. Juni, tagte das Presbyterium. In dieser Sitzung wurde über die Ergebnisse aus der Gemeindeversammlung in Neuenbeken beraten. Unsere Gemeinde wird die Gottesdienste in Neuenbeken in diesem Jahr aufgeben müssen. Geplant ist für den 15. Oktober ein großes Abschiedfest, der letzte Gottesdienst im Johann-Heermann-Haus soll am Heiligabend 2023 stattfinden. Weitere Themen waren u.a. die Unterstützung der Konficamps und eine weitere Diskussion um ein Windkraftprojekt in Marienloh. In der Gemeindeversammlung am 9. Juli nach dem Gottesdienst in Bad Lippspringe werden wir detailliert über diese und weitere Beschlüsse berichten.

Kantorin Sonja Ruthemann offiziell ins Amt eingeführt [02.05.2023]

Kantorin Sonja Ruthemann (Mitte) wurde offiziell in ihr Amt als Kirchenmusikerin in Bad Lippspringe eingeführt von Presbyter Dirk Appelt (v.l.), Pfarrerin Antje Lütkemeier, Kreiskantor Tim Gärtner (Paderborn) und Pfarrer Detlev Schuchardt. Glückwünsche überbrachte unter anderem auch Bürgermeister Ulrich Lange (rechts).

Kantorin Sonja Ruthemann (rechts) wird offiziell in ihr Amt als Kirchenmusikerin von Pfarrer Detlev Schuchardt, Pfarrerin Antje Lütkemeier und Presbyter Dirk Appelt (v.l.) eingeführt. Sie soll, so steht es unter anderem in der Aufgabenbeschreibung, auch die Gemeinde zum Singen locken.

Fürbitten für die neue Kantorin wurden im Gottesdienst vorgetragen von (v.l.) Pfarrer Georg Kersting von der kath. Nachbargemeinde St. Martin, Bürgermeister Ulrich Lange, Gemeindesekretärin Martina Meyer, Pfarrerin Antje Lütkemeier, Lektorin Gerlinde Sange und Presbyter Dirk Appelt.

Vierhändiges Orgel-Stück von Haydn zum Abschluss des musikalischen Einführungsgottesdienstes gemeinsam mit Kreiskantor Tim Gärtner.

Der Posaunenchor und die Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe unter der Leitung der neuen Kantorin Sonja Ruthemann während ihres Einführungsgottesdienstes.

Neue kirchenmusikalische Projekte geplant

Von Jan Globacev (Text und Fotos)

Sei einigen Monaten ist sie bereits in der Gemeinde aktiv, nun wurde Sonja Ruthemann offiziell in ihre Tätigkeit als Kirchenmusikerin und Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe eingeführt.

In einem feierlichen Gottesdienst, bei dem die Kirchenmusik im Mittelpunkt stand und der Flötenkreis, der Posaunenchor und die Kantorei ihr Können zum Besten gaben, wurde Sonja Ruthemann von Gemeindepfarrerin Antje Lütkemeier ins Amt eingeführt und gesegnet. Mit der offiziellen Einführung ist sie nun nicht nur für die klangvolle Orgel und die Leitung des Posaunenchores und der Kantorei zuständig sondern insgesamt für alle musikalischen Aktivitäten der Gemeinde. Und natürlich soll die neue Kantorin, zitierte Pfarrerin Lütkemeier aus der offiziellen Aufgabenbeschreibung mit einem Augenzwinkern, die Gemeinde zum Singen locken. Der Gottesdienst endete mit einem vierhändigen Stück für Orgel von Haydn.

Beim anschließenden Empfang im Gemeindezentrum überbrachte der Vorsitzende des kirchenmusikalischen Ausschusses und Presbyter Dirk Appelt der neuen Kantorin die Glück- und Segenswünsche des Presbyteriums. Vertreterinnen und Vertreter aus der Kantorei und vom Förderverein Pro Musica e.V. schließen sich den Glückwünschen in kurzen Beiträgen an und überreichten das ein oder andere überraschende Geschenk.

Herzliche Glückwünsche überbrachte auch Kreiskantor Tim Gärtner aus Paderborn im Auftrag des Kirchenkreises.

Auch Bürgermeister Ulrich Lange gratulierte und begrüßte die neue Kantorin in der Badestadt. Er freut sich, so Lange, auf die künftige Zusammenarbeit bei kulturellen Veranstaltungen und Projekten vor Ort.

Kantorin Sonja Ruthemann ist 32 Jahre alt und kommt gebürtig aus dem Kreis Soest. „Schon seit Kindheitstagen bin ich der Musik sehr verbunden“, sagt sie. Früher habe sie viel Geige gespielt, ansonsten beherrscht sie neben der Orgel auch Klavier und diverse Blasinstrumente.

Ihre große Leidenschaft konnte sie nun auch zum Beruf machen. Vor kurzem hat sie das Kirchenmusikstudium in Herford mit dem zweiten Abschluss, dem Master, erfolgreich beendet. „Ich bin neugierig, möchte mich immer verbessern und offen sein für Neues, deshalb möchte ich mich auch weiterentwickeln und weiterbilden“, beschreibt sie ihre offene und interessierte Grundhaltung.

An ihrer neuen Aufgabe als Kirchenmusikerin schätzt sie besonders die Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit den anderen Sängern und Musikern aber auch den Facettenreichtum, mit unterschiedlichen Instrumenten und Stimmen in Gruppen arbeiten zu können.

Beste Bedingungen dafür hat sie in Bad Lippspringe bereits vorgefunden: Sie sieht die Kirchenmusik der Gemeinde, die ein hohes Renommee überregional genießt, sehr gut aufgestellt, hat aber auch schon neue Ideen und Vorstellungen. 

So ist im September eine Neuauflage des „Global Prayer“ geplant, der vor einigen Wochen bereits erfolgreich auf ihre Initiative hin angelaufen ist. Dabei handelt es sich um eine musikalische Andacht mit englischen, Taizè-ähnlichen Gesängen, begleitet von einem Projektchor für Jedermann.

Mittelfristig möchte sie den Bereich der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit weiter ausbauen, geplant ist der Aufbau einer Jungbläserarbeit, die ihr ebenfalls sehr am Herzen liegt. „Orgel-Konzerte für Kinder könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.“

Eine weitere Idee ist der Ausbau der Online-Präsenz sowohl im Internet als auch in sozialen Netzwerken – nicht nur für junge Menschen. „Wir wollen mehr Werbung für unsere Kirchenmusik und ihre vielfältigen Angebote machen und freuen uns natürlich immer über neue Gesichter.“

Auch soll die musikalische Kooperation über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus fortgeführt werden. Mit der Kantorei am Abdinghof, mit der bereits eine gute Zusammenarbeit besteht, ist das Deutsche Requiem von Brahms für Samstag den 11. November in der Kirche in St. Heinrich, Paderborn, geplant.

Kantorin Sonja Ruthemann, die sich sehr auf ihre vielfältigen Aufgaben in der Kirchengemeinde Bad Lippspringe freut, möchte die Menschen erfreuen und sie in den Mittelpunkt ihres Dienstes stellen. Ihr Credo dabei: „Ich möchte mit meiner Arbeit für leuchtende Augen sorgen.“

Zeit für Einkehr und Besinnung [11.04.2023]

v.l.n.r.: Kaufmännischer Leiter der Klinik Matthias Bee, Pfarrerin Antje Lütkemeier von der evangelischen Kirche, Klinikseelsorgerin Schwester Mary Grace Sawe, Pastor Georg Kersting von der katholischen Kirche.

MZG Bad Lippspringe weiht einen Raum der Stille in der Klinik Martinusquelle ein

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe hat einen Raum der Stille in der Klinik Martinusquelle eingeweiht. Neben der Klinikseelsorgerin Schwester Mary Grace Sawe waren Pastor Georg Kersting von der katholischen Kirche, Pfarrerin Antje Lütkemeier von der evangelischen Kirche und der Kaufmännische Klinik-Leiter Matthias Bee dabei. Der Raum der Stille ist ein interreligiöser Ort der Ruhe, der Einkehr und des stillen Gebets. Er soll allen Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Gästen die Gelegenheit zu Einkehr, Entspannung, Besinnung, Meditation und Gebet bieten. Der Raum der Stille ist im Erdgeschoss der Klinik Martinusquelle ab sofort rund um die Uhr geöffnet.

Die Diagnose Krebs mit dem Beruf vereinbaren [03.04.2023]

Petra Grunwald-Drobner von der Psychosozialen Krebsberatungsstelle der Diakonie bietet im Rahmen der CARES-Studie Beratung für krebserkrankte Menschen zum Wiedereinstieg in den Beruf an. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter

Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie bietet Beratung an

Paderborn (dph). Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. nimmt an der von der Deutschen Rentenversicherung geförderten CARES-Studie teil. Diese Studie möchte die Versorgung von krebskranken Menschen bei der Rückkehr in den Beruf bzw. beim Verbleib in der Arbeit untersuchen und verbessern.

Das Angebot richtet sich an Erwachsene während oder nach einer Krebserkrankung, die Fragen und Unterstützungsbedarf zur beruflichen Wiedereingliederung, Veränderungen (z.B. Berufswechsel) oder zum Verbleib im Arbeitsleben haben. Damit verbunden können auch Fragen sein wie: Ist die Rückkehr in den Beruf zu schaffen, oder was muss sich verändern, um weiterhin am alten Arbeitsplatz tätig sein zu können?

Personen, die an der Studie teilnehmen möchten, sollten die Bereitschaft mitbringen, maximal drei Fragebögen auszufüllen.

Für Informationen und eine Terminvereinbarung können sich Interessierte wenden an die Verantwortliche Petra Grunwald-Drobner unter Tel. (05251) 5002-26 oder E-Mail: krebsberatungdontospamme@gowaway.diakonie-pbhx.de wenden.

Dritte Zukunftswerkstatt des Kirchenkreises Paderborn [14.03.2023]

Dream-Team bei der Arbeit: Diese Gruppe entwickelt auf der Zukunftswerkstatt des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn Wünsche und Ideen für ein Szenario mit dem Schwerpunkt Kinder. Foto: EKP/Oliver Claes

Konkrete Szenarien für das Jahr 2030 wurden entwickelt. Im nächsten Schritt treffen die Träume auf die Finanzen

Altenbeken/Kreis Höxter (ekp). „Träumen Sie groß“ wurden die über 35 Teilnehmenden der dritten Zukunftswerkstatt des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn aufgefordert. „Große Träume können Begeisterung in Gang setzen“, sagte Superintendent Volker Neuhoff zum Auftakt der Veranstaltung im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus in Altenbeken.

In Gruppen stellten sich die Teilnehmenden des sogenannten „Dream Teams“ der Aufgabe Szenarien zu entwickeln, wie die evangelische Kirche in der Region im Jahr 2030 aussehen könnte. Grundlage war der im biblischen Leitwort des Kirchenkreises formulierte Auftrag, lebendig, aufbauend und geistlich zu sein. Außerdem flossen die Ergebnisse der zwei vorausgegangenen Zukunftswerkstätten in die Arbeit ein. Dazu gehörten Ideen zu den Potentialen des Kirchenkreises und Wünsche an die evangelische Kirche aus einer öffentlichen Umfrage, wie eine Schwerpunktsetzung in den Bereichen Diakonie und Jugendarbeit sowie Lebensstationen und Seelsorge, die sich auch in der bisherigen Konzeption des Kirchenkreises wiederfinden.

Als Anregung wurden unter anderem neue Ideen für Kirche aus der westfälischen Landeskirche und auch aus dem Kirchenkreis vorgestellt, wie das Brezelmobil des Paderborner Lukas-Pfarrbezirks in Kooperation mit der Diakonie und der mobile „Dome“ der evangelischen Jugend im Kirchenkreis.

Die von den Gruppen erarbeiteten Szenarien sind zum Teil sehr konkret und entwickeln Schwerpunkte wie Kinder und Jugend sowie Diakonie und soziales Engagement weiter und verbinden sie mit Wünschen nach niedrigschwelligen, mobilen und digitalen Angeboten für bestimmte Zielgruppen, aber auch generationsübergreifend.

Wie es mit diesen Ergebnissen weitergeht, beschrieb Dr. Hubertus von Stein von der begleitenden Agentur Xpand Stiftung. Die vom „Dream-Team“ entwickelten Szenarien treffen in einem nächsten Schritt auf die von einer „Fokus-Gruppe“ erarbeiteten finanziellen Möglichkeiten des Kirchenkreises. Beide Spuren laufen zusammen und werden vom Kreissynodalvorstand, dem Leitungsgremium des Kirchenkreises, weiterentwickelt. Dieses Ergebnis wird auf zwei Synodalversammlungen den Mitgliedern der Synode vorgestellt. Auf diese Weise solle eine breite Diskussion darüber in der Synode, den Presbyterien und den Kirchengemeinden angestoßen werden, erklärte Superintendent Volker Neuhoff. Eine Entscheidung ist dann für Anfang Dezember auf der Synode, dem Beratungs- und Beschlussgremium des Kirchenkreises, geplant.

Hintergrund des Zukunftsprozesses ist ein strukturelles Defizit im Haushalt des Kirchenkreises, das Einsparungen in Höhe von rund 1 Million Euro nötig macht.

„Wir haben eine Menge geschafft, und wir haben eine Fülle von Träumen und Ideen“, betonte Superintendent Volker Neuhoff zum Abschluss des Tages in Altenbeken und bedankte sich bei den Teilnehmenden der drei Zukunftswerkstätten für die engagierte Mitarbeit.

Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hat Projektausschreibung gewonnen [28.02.2023]

Die Gruppe aus dem Kreis Paderborn vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

„Wir sind Europa – Politische Teilhabe greifbar machen!“

Paderborn/Kreis Paderborn (dph). Eine Gruppe von 24 Jugendlichen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund und ukrainische Geflüchtete aus dem Kreis Paderborn haben eine Fahrt nach Brüssel mit dem Ziel der politischen Bildung unternommen. Die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hatte sich im Rahmen einer Ausschreibung zur Förderung des Europäischen Gedankens des Auswärtigen Amtes beworben und den Zuschlag erhalten.

In Kooperation mit der Anlaufstelle Regenbogen, der Anlaufstelle Ukraine sowie der Migrationsberatung der Diakonie konnte die Reise überwiegend jungen Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren kostenlos angeboten werden, da die Kosten des Projektes zu einem Großteil vom Auswärtigen Amt übernommen wurden.

Höhepunkt der Reise war der Besuch des Europäischen Parlaments. In einem Rollenspiel konnten die Teilnehmenden vor Ort in die Rolle eines Politikers schlüpfen und sich aktiv an verschiedenen Debatten beteiligen, indem sie sich mit verschiedenen Fragestellungen auseinandersetzten. Dies führte in der Gruppe zu einem regen Austausch.

Auch während des Besuchs des Hauses der Europäischen Geschichte gab es viele Möglichkeiten, um über Europa ins Gespräch zu kommen. Weitere Sehenswürdigkeiten während der Reise waren die englischsprachige Führung im Brüssel City Museum, der Mont des Arts, die Kathedrale St. Michael und das Atomium.

Die Fahrt nach Brüssel wurde in mehreren Gruppentreffen gut vorbereitet. Ziele waren hier insbesondere die Stärkung der Identifikation mit dem Projekt; das Wissen über Grundlagen, Prozesse und Politikbereiche der EU und eines transnationalen Austausches zu europäischen Themen.

Das Resümee der verantwortlichen Projektleitung Alexandra Meier (Integrationsagentur) und der als Betreuer fungierenden Diakonie-Mitarbeitenden Sven König und Karin Kleineberg (Anlaufstelle Regenbogen) sowie Lyudmila Stepanova (Anlaufstelle Ukraine) fällt durchweg positiv aus.„Die Reise war ein tolles Erlebnis. Vor allem die unterschiedlichen Herausforderungen haben diese Fahrt einzigartig gemacht. Trotz sprachlicher Barrieren, Altersunterschiede und der heterogenen Gruppe haben doch alle ein gemeinsames Ziel verfolgt. Die jungen Menschen sind über sich hinausgewachsen. Im Rollenspiel im Europäischen Parlament haben sie sich schlagfertig gezeigt und die politischen Themen Europas vertreten“, erklärt Alexandra Meier.

Auch die Teilnehmenden hatten viel Freude an der Reise und waren dankbar für die gelungenen Aktionen.„Die Kombination aus Bildung sowie Freizeit und Spaß fand ich einfach super. Man hat neue Erfahrungen gesammelt, sich weitergebildet und eine europäische Hauptstadt besucht. Wir haben neues gelernt und viel als Gruppe unternommen“ sagt eine 14-jährige Teilnehmerin.

Aus dem Presbyterium [22.02.2023]

Am Dienstag, den 21. Februar, tagte unser Presbyterium. In dieser Sitzung ging es insbesondere um finanzielle Fragen und unsere Sorge um den Haushalt. Dazu kamen als Gäste ein für unsere Gemeinde zuständiger Mitarbeiter und der Verwaltungsleiter unseres Kreiskirchenamtes. Gemeinsam haben wir darüber gesprochen, wie wir aller Voraussicht nach das Defizit aus dem Haushaltsplan für 2023 ausgleichen können. Genauere Aussagen werden leider erst möglich sein, wenn uns die Verwaltung die konkreten Abschlüsse für die letzten Jahre liefern kann. Diese werden uns hoffentlich bis zum Sommer zur Verfügung stehen. Wir wollen auf alle Fälle unsere sparsame Haushaltsführung der letzten Jahre fortsetzen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

 

Zukunftswerkstatt des Kirchenkreises Paderborn [21.02.2023]

Superintendent Volker Neuhoff (2. v. r.) befragte die Gäste der Zukunftskonferenz des Kirchenkreises Paderborn (v. l.) Sigrid Beer, Sabine Kramm und Felix Wagener zu ihren Wünschen an die evangelische Kirche in der Region. Foto: EKP/Oliver Claes

Wünsche an die evangelische Kirche in der Region

Paderborn/Kreis Höxter (ekp). Wie wird evangelische Kirche in der Region wahrgenommen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 3. Zukunftswerkstatt des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Dazu gab es Interviews mit Gästen vor Ort sowie Einspielungen von Videobotschaften und Befragungen in der Paderborner Fußgängerzone. Auch die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Kirchenkreises zum Thema „Wofür Kirchensteuer?“ flossen in die Diskussion ein. „Wir brauchen viele Menschen, die an unserem Zukunftsprozess teilnehmen“, betonte Superintendent Volker Neuhoff.

Nachdem es bei der letzten Zukunftskonferenz im Januar um den Auftrag des Kirchenkreises und um seine Potentiale gegangen war, beschäftigten sich die fast 40 Teilnehmenden im Paderborner Martin-Luther-Zentrum nun unter der Frage„Für wen sind wir da?“ mit dem Umfeld des Kirchenkreises.

„Kirche muss Raum bieten für Begegnung in der Mitte der Gesellschaft. Sie muss sichtbar werden in der persönlichen Beziehung“, sagte Sigrid Beer, langjährige Landtagsabgeordnete aus Paderborn und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Kontaktflächen für die Begegnung mit Kirche seien zum Beispiel Kindertageseinrichtungen, Religionsunterricht, und Erwachsenenbildung. „Weniger Gottesdienst, mehr Menschendienst“, formulierte Sabine Kramm, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Paderborn, als eine von drei provokanten Thesen, um die Diskussion zu befeuern und legte nach mit „Weniger geschlossene Gesellschaft, mehr bunte Vielfalt“ und „Weniger Reden bei der Zukunftswerkstatt, mehr Tun im Zukunftsquartier.“Und für Felix Wagener von der IG Metall Paderborn hängt die Zukunft von großen Organisationen wie Gewerkschaften und Kirchen von der Jugend ab. Die zentrale Frage ist für ihn dabei: „Können Menschen sich mit der Organisation identifizieren?“ Dafür brauche es neue Angebote und andere Formate.

„Eine moderne evangelische Kirche sollte sich für die Lebenswirklichkeit der Menschen einsetzen“, forderte Michael Stickeln, Landrat des Kreises Höxter, in seiner Videobotschaft und nannte Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz. Kirche müsse mehr Begeisterung wecken und stärker die gemeinsamen christlichen Werte vermitteln, wünschte sich Dr. Otto Drosihn, Vorsitzender von Paderborn überzeugt e.V., in seinem Statement.

Dass Kirche ein Imageproblem hat, wurde an der Videoumfrage in der Paderborner Innenstadt deutlich: Veraltet, konservativ und nicht mehr zeitgemäß lauteten viele Aussagen. Zugleich wünschten sich die Befragten Veränderungen bei der Kirchensteuer, mehr Offenheit und stärkeres Zugehen auf junge Menschen.

Mit diesen Impulsen setzten sich die Teilnehmenden der Zukunftskonferenz in Gruppen auseinander. Besonders in den Blick genommen wurden auch die Aussagen von nicht kirchlich engagierten Menschen aus der Online-Umfrage des Kirchenkreises. Welche kirchlichen Angebote kennen sie, nutzen sie und für welche würden sie zukünftig Kirchensteuermittel einsetzen? Insgesamt 754 Menschen hatten daran teilgenommen, davon waren 420 in der Kirche aktiv und 334 nicht kirchlich engagiert.Bekannt sind ihnen Angebote wie Diakonie, Gottesdienst, Kindertageseinrichtungen und Begleitung bei Lebensstationen (z.B. Taufe, Trauung, Bestattung). Genutzt werden Angebote wie Gottesdienst, Begleitung bei Lebensstationen, digitale Angebote und Printmedien. Und in zehn Jahren wünschen sich die die nicht kirchlich Engagierten Umfrageteilnehmenden den Einsatz von Kirchensteuern vor allem für Jugendarbeit und Diakonie. Die kirchlich Aktiven sehen das ebenso. Identisch ist das auch mit den Schwerpunkten, die der Kirchenkreis in seiner Konzeption seit Jahren verankert hat.

Konsequent wurde in den Gruppen die Außenperspektive beibehalten und Wünsche an die evangelische Kirche in der Region formuliert, wie zum Beispiel vielfältige Angebote zum Mitgestalten, Offenheit und Zugehen auf die Menschen. Die Ergebnisse werden in die nächste Zukunftskonferenz einfließen, die für den 11. März geplant ist. Hier sollen Szenarien für die Ausrichtung des Kirchenkreises in zehn Jahren entwickelt werden.

Einladung zur Zukunftswerkstatt des Kirchenkreises Paderborn am 21. Januar [09.01.2023]

Superintendent Volker Neuhoff lädt Interessierte und besonders auch jüngere Menschen zur Zukunftswerkstatt des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn ein. Foto: EKP

Paderborn/Kreis Höxter (ekp). „Die Kirche ist am Kipppunkt. Sie muss raus aus ihren gemütlichen Mauern.“ Dies hört Superintendent Volker Neuhoff vom Evangelischen Kirchenkreis Paderborn öfter, wenn er mit Menschen ins Gespräch kommt, die die Kirche in der Region aufmerksam und zum Teil von außen anschauen. Dabei erfährt er von vielen Ideen und von der Neugier, welche Wege die evangelische Kirche vor Ort weiter geht.
Der Kirchenkreis Paderborn lädt offen und über den Kreis bisher Engagierter hinaus zu einer Zukunftswerkstatt ein. Sie findet am Samstag, 21. Januar, von 10 bis 17 Uhr im Martin-Luther-Zentrum, Klingenderstraße 13 in Paderborn statt. Um eine kurze Anmeldung wird gebeten, aber auch eine spontane Teilnahme ist möglich. Für Anmeldungen, Nachfragen oder auch für Ideen kann diese E-Mail-Adresse genutzt werden: info@kkpb.de
Was gehörte dazu, wenn man jetzt Kirche in der Stunde Null denken würde? – Geistliche Kraftorte, offene Willkommensorte, Partizipation, Onlineformate, lockere Gemeinschaft statt starrer Gemeindezugehörigkeit, zugleich Wahrnehmung von Einzelnen und Seelsorge. Dazu Austausch über die Botschaft der Bibel mit Fragen, Zweifeln und Informationen. Neben den bekannten Orten wie Kita oder Schule zum Beispiel auch in einer Ladenkirche oder dort, wo sich Kirche ohne Räume ereignet.
„Ich bin mir sicher, dass viele Menschen gute Ideen haben, wie Kirche in der Stunde Null konkret aussehen könnte“, so der Superintendent. Solche Anregungen, auch von Menschen, die sonntags nicht zur Kirche gehen, sich eher am Rand von Kirche sehen oder der Kirche gar nicht angehören, möchte er sammeln. Ihn interessieren dabei besonders Vorstellungen jüngerer Leute. Daraus soll eine Vision für die nächsten zehn Jahre entstehen.
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Änderung der Friedhofssatzung [15.04.2020]

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde gibt bekannt, dass in der Sitzung vom 07.04.2020 eine Änderung der Friedhofssatzung und eine neue Gebührensatzung ab 01.05.2020 beschlossen wurde.

Die Satzungsänderung und die neue Gebührensatzung können im Schaukasten an der Evangelischen Kirche, Detmolder Str. 173 eingesehen werden.