Nachrichtenarchiv

Alle Präsenzgottesdienste werden abgesagt! [17.12.2020]

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche hat den Kirchengemeinden dringend empfohlen, ab sofort alle Präsenzgottesdienste - ob drinnen oder draußen - abzusagen.

Die Kirchengemeinde Bad Lippspringe richtet sich nach dieser Empfehlung. Der Ökumenische Gottesdienst am 4. Advent und alle Gottesdienste am Heiligen Abend und den Weihnachtsfeiertage sowie an Silvester und allen weiteren Sonntagen finden nicht statt.

Die Entscheidung zur Absage fällt allen Verantwortlichen nicht leicht. So viele guten Ideen für wirklich schöne und kreative Gottesdienste bleiben nun erst einmal ungenutzt. So viel Engagement von vielen Ehrenamtlichen, soviel Mühe im Vorfeld, waren jetzt umsonst. Aber aufgrund der absolut bedrohlichen Entwicklung der Pandemie auch an unserem Ort ist die Absage der Präsenzgottesdienste unumgänglich.

Die Verkündigung der frohen Botschaft: "Gottes Sohn wird Mensch!" darf nicht zu einer massiven gesundheitlichen Gefährdung der Besucherinnen und Besucher werden. Jedes noch so ausgefeilte Schutzkonzept hat ein Restrisiko. Es geht nicht anders: Bitte bleiben Sie zu Hause und nutzen Sie die vielfachen digitalen Angebote oder auch das, was Fernsehen und Radio anbieten. Weihnachten ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden, so schwer es für manche auch ist, allein sein zu müssen: Es gibt viele Möglichkeiten der Kommunikation. Telefon, Internet, Post ... Wenn wir alle bereit sind, diese zu nutzen, kann es immer noch ein gutes und frohes Weihnachtsfest werden.

Unser Weihnachtsbrief an die Haushalte wurde bereits vor der kurzfristigen Absage der Gottesdienste gedruckt und zur Post gebracht. Deshalb enthält er noch die inzwischen von den Ereignissen überholte Einladung zu den geplanten Gottesdiensten an den Feiertagen. Als der "Lock-Down" für die Gottesdienste kam, haben wir noch versucht, die Versendung zu stoppen, aber das war schon nicht mehr möglich. Wir bitten dafür um Entschuldigung.

Anlauf nehmen – Der Evangelische Adventskalender 2020 startet! [29.11.2020]

Foto: Lotz - gemeindebrief.evangelisch.de

Nun wird es bald Weihnachten – wie schön, dass Sie mit uns gemeinsam darauf zugehen! Zur Einstimmung halten wir für Sie heute, am 1. Advent, ein kleines Video bereit als Vorgeschmack darauf, was auf Sie zukommt. Sie finden es hier:

https://adventskalender.evangelisch.de

Denn in diesem Jahr der Coronakrise braucht es eine ganz besondere Vorbereitung auf Weihnachten - eine eigene, neue Dynamik, die der Advent bedeutet: Weihnachten in den Blick zu fassen und - Anlauf nehmen!

So werden Sie durch diese Adventszeit bekannte Texte, Personen sowie alttestamentliche Weissagungen führen. Aber auch weniger Bekanntes verbindet sich mit den Geschehnissen vor Weihnachten. Tag für Tag finden Sie auf adventskalender.evangelisch.de Videos von den evangelischen Landeskirchen, von Brot für die Welt, der Diakonie Katastrophenhilfe, der Deutschen Bibelgesellschaft, evangelisch.de, den Sinnfluencer:innen von yeet und dem Ratsvorsitzenden der EKD.

Damit Sie keinen Teil unseres Adventskalenders verpassen, bekommen Sie auch in diesem Jahr wieder jeden Tag das aktuelle Türchen als E-Mail mit einem Link zugeschickt. Das erste finden Sie schon übermorgen in Ihrem Postfach.

Falls Sie das nicht mehr möchten, können Sie sich selbstverständlich hier:

http://adventskalender.evangelisch.de/newsletter/confirm/remove/2b3a33cabf7299t1

oder in jeder der kommenden E-Mails abmelden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unseren Videos und einen guten Weg durch die Adventszeit!

Der evangelische Adventskalender ist ein Produkt von www.evangelisch.de im

Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH

Emil-von-Behring-Straße 3

60439 Frankfurt am Main

 

 

Dem Weihnachtsstern auf der Spur – Die große Konjunktion - Online-Vortrag am 14. Dezember [08.12.2020]

PADERBORN/KIRCHENKREIS – Kurz vor Weihnachten kommt es zu einem ganz besonderen Himmelsereignis, einer besonders engen Begegnung (Konjunktion) der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems. Am 21. Dezember zieht der Riesenplanet Jupiter so dicht am Ringplaneten Saturn vorbei, dass beide Planeten wie ein einziger heller Doppelstern aussehen. Eine ähnliche Begegnung im Jahr 7 v. Chr. könnte Anlass für die Reise der „drei Weisen aus dem Morgenland“ nach Bethlehem gewesen sein.

Die Volkssternwarte Paderborn und die Regionalstelle des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks im Kirchenkreis Paderborn laden am Montag, 14. Dezember, um 20 Uhr zu einem Online-Vortrag zu diesem Ereignis ein. Der Referent Wolfgang Dzieran (65) aus Bad Lippspringe, Physiker und Astronom, wird das Ereignis der Planetenbegegnung ausführlich beschreiben. Zu erfahren sein wird, worauf man bei einer Beobachtung besonders achten sollte, inklusive Tipps für die Fotografie. Besonderheiten der Planeten seien bereits in kleinen Amateurteleskopen sichtbar: Die Streifen und der „Große Rote Fleck“ bei Jupiter und die Ringe des Saturn.

Seinen Vortrag vervollständigt Dzieran mit einem historischen Rückblick auf frühere Konjunktionen der Planeten: Einiges spreche dafür, dass die biblische Erzählung vom Weihnachtsstern, dem die drei Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem folgten, auf eine solche, sogar dreifache enge Begegnung von Jupiter und Saturn zurückgeht.

Die Veranstaltung findet online als Webinar statt. Der Zugangslink lautet zoom.us/j/93232788519. Außerdem soll der Vortrag live über den YouTube-Kanal und die Facebook-Seite der Volkssternwarte Paderborn gestreamt werden.

Erntedankfest [04.10.2020]

Foto: Wolfgang Dzieran

Hier ist die wunderschöne Erntekrone zu sehen, die Daniel Finkensiep in unserem Kircheneingang aufgebaut hat. Sogar an den Dank für die Verfügbarkeit von Klopapier wurde gedacht!

Fotos vom Ökumenischen Erntedankgottesdienst auf der Adlerwiese des Gartenschaugeländes [04.10.2020]

Alle Fotos von Wolfgang Dzieran

Heike Kerwin - Gehörlosenseelsorgerin im Kirchenkreis Paderborn [29.08.2020]

NEUSTART nach Vollbremsung und Neuorientierung durch Corona

PADERBORN/KREIS HÖXTER (ekp/wels). Als Gehörlosenseelsorgerin ist Heike Kerwin (Rheda-Wiedenbrück) seit Januar 2019 in den Kirchenkreisen Paderborn, Bielefeld, Gütersloh und Halle tätig. Sie ist eine von insgesamt acht hauptamtlichen Gehörlosenseelsorger*innen in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Für alle bedeutete und bedeutet die Corona-Pandemie seit März eine Vollbremsung der bisherigen Arbeit, Neuorientierung und das Wagen eines Neustarts. Im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn ist Heike Kerwin (58) Nachfolgerin von Gemeindepfarrer Ulrich Richter (Hövelhof). Er übte die Synodalbeauftragung als Gehörlosenseelsorger im Nebenamt aus.

FOLGEN VON CORONA FÜR GEHÖRLOSENSEELSORGE

Nach dem Lockdown im März durch Corona mussten die monatlichen Gottesdienste für Gehörlose in der Krypta der Paderborner Abdinghofkirche eingestellt werden. Seit Juni sind die 30-minütigen Feiern mit Abstand und Schutzmaske an jedem zweiten Sonntag im Monat wieder möglich. „Ich habe mir dafür ein Visier gekauft, da die Mimik ein wichtiger Teil der Gebärdensprache ist und durch den Mund-Nasen-Schutz verdeckt würde. Zu den Gottesdiensten kommen natürlich weit weniger als sonst, weil die meisten schon aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören“, berichtet Pfarrerin Kerwin. Kamen vor Corona durchschnittlich 15 Besucher, sind es jetzt 5.

Verzichtet werden muss wegen der Hygieneregeln noch auf das das anschließende gemeinsame Kaffeetrinken im benachbarten Paul-Gerhardt-Gemeindehaus. „Weil die Menschen nicht um die Ecke wohnen, sondern mit dem Auto oder dem Zug kommen und sich das doppelt lohnt, wenn zu Gottesdienst und Kaffeetrinken eingeladen wird, ist das natürlich bedauerlich“, hofft Heike Kerwin auf sinkende Coronazahlen. Die Unterhaltung an der Kaffeetafel sei der Gehörlosengemeinde sehr wichtig, weil sie sich in der Regel nur einmal im Monat sehen könne. „Auch für mich ist das eine gute Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie kennenzulernen“, berichtet die Pfarrerin weiter.

Während des Corona-Lockdowns nutze Heike Kerwin gemeinsam mit ihren Kolleg*innen andere Kontaktmöglichkeiten: „Zu Ostern und Pfingsten haben wir kurze Gehörlosengottesdienste gedreht und auf unserer Homepage ins Internet gestellt. Zur Information über das Corona-Virus und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen wurden Links digital geteilt bzw. verbreitet, unter anderem per E-Mail“, so Heike Kerwin. „Und für die wenigen, die weder PC noch Smartphone haben, gab es Grüße per Fax oder auch per Postkarte.“

GEHÖRLOSENGEMEINDE

In jeder Gehörlosengemeinde gibt es gewählte Gemeindesprecher*innen, mit denen die Seelsorger*innen die Gottesdienste vorbereiten und alle Belange der Gemeinde besprechen. Taufen, Trauungen und Beerdigungen, soweit sie Gehörlose betreffen, gehören ebenso zu Kerwins Aufgaben. „Wenn Gehörlose dagegen als Nachbarn oder Angehörige zu einem solchen Anlass eingeladen sind, ist es meine Aufgabe, einen Gebärdensprachdolmetscher zu beauftragen, den dann die Landeskirche bezahlt“, erläutert die Pfarrerin. Im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn arbeitet sie mit allen Einrichtungen für Gehörlose zusammen. Dazu gehören Kontakt mit der Moritz-von-Büren-Schule, eine Förderschule in Büren in Trägerschaft des LWL, und mit der Beratungsstelle für Gehörlose der Stadt Paderborn. Zu den großen kirchlichen Festen, Ostern und Weihnachten, werden in Ostwestfalen normalerweise zentrale Gottesdienste mit den Gehörlosen gefeiert. „Eine theologische oder gemeindepädagogische Herausforderung ist die Visualisierung der Botschaft, da Gehörlose ‚Augenmenschen‘ sind. Wie können religiöse Aussagen etwa durch eine Bildbetrachtung oder durch den Bezug auf Symbole visuell anschaulich und ansprechend ‚rübergebracht‘ werden? Da ist Kreativität gefragt“, so Kerwins Erfahrung.

WIE ALLES BEGANN

Beim Kirchentag 1985 in Düsseldorf war es, als die damalige Theologiestudentin auf dem „Markt der Möglichkeiten“ zufällig zum Stand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG) kam und erste Kontakte knüpfte. Als Heike Kerwin von 1996 bis 1999 Synodalvikarin im Kirchenkreis Halle war, begann sie mit der Ausbildung in Deutscher Gebärdensprache. Der Synodalauftrag für Gehörlosenseelsorge im Kirchenkreis Halle folgte im Juni 1998. Dort baute sie als Pfarrerin im Entsendungsdienst von 1999 bis 2005 die Gehörlosenseelsorge weiter aus und erhielt zudem den Synodalauftrag für die Gehörlosenseelsorge im Nachbar-Kirchenkreis Gütersloh. Ziel: Aufbau einer Gehörlosengemeinde mit Zentrum in Rheda-Wiedenbrück. Die Gehörlosenseelsorge in den Kirchenkreisen Halle und Gütersloh führte Pfarrerin Heike Kerwin bis 2019 fort.

GEHÖRLOSE IN WESTFALEN

Über 4000 evangelische Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche von Westfalen sind gehörlos oder kommunizieren in Gebärdensprache. Die Gehörlosenseelsorge lädt sie ein, Kirche in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben und aktiv mitzugestalten. Zu den Angeboten in Gebärdensprache gehören zum Beispiel: regelmäßige Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen gehörloser Menschen und auf Wunsch von deren Angehörigen, Seelsorge und Beratung für gebärdensprachliche Menschen und deren Familien, Kirchlicher Unterricht, Erwachsenenbildung und gegebenenfalls Religionsunterricht.

GEBÄRDENSPRACHE

Gebärdensprache ist eine vollwertige Sprache mit eigener Grammatik und einem umfangreichen Gebärdenwortschatz. Weltweit gibt es verschiedene nationale Gebärdensprachen mit regionalen Dialekten. Die Deutsche Gebärdensprache ist seit 2002 gesetzlich anerkannt.

Kontakt: Kerwin(at)gebaerdenkreuz(dot)de

www.gebaerdenkreuz.de

Die ökumenische TelefonSeelsorge [29.04.2020]

Ein offenes Ohr in Krisenzeiten - die TelefonSeelsorge ist auch jetzt für Ratsuchende da!

Die Telefonseelsorge Paderborn steht rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Ratsuchende bereit – telefonisch, per Chat und Mail. Sie will Menschen in Not und Krisen anonym und vertraulich beistehen.

Träger der ökumenischen Telefonseelsorge Paderborn sind der Gemeindeverband katholischer Kirchengemeinden Hochstift und der Evangelische Kirchenkreis Paderborn.

Gebührenfreie Telefonnummern: 0800/1110111 und 0800/1110222

Internet: www.telefonseelsorge-paderborn.de

Kostenloses Angebot des Betreuungsvereins der Diakonie [01.08.2020]

Beratung zu Vorsorgevollmachten, Betreuungs- und Patientenverfügungen

Jeder kann eines Tages in die Lage kommen, für sich selbst keine Entscheidungen mehr treffen zu können. Legen Sie am besten vorher fest, wer dann für Sie handeln soll.

In einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie, wer und in welchem Umfang für Sie rechtsverbindlich handeln darf. Eine umfassende Vollmacht macht eine rechtliche Betreuung in der Regel überflüssig.

Mit einer Betreuungsverfügung legen Sie fest, wer im Bedarfsfall zu Ihrem Betreuer/Ihrer Betreuerin bestellt werden soll. Ist diese Person bereit und geeignet, ist Ihre Entscheidung im Regelfall für das Amtsgericht bindend.

Die Patientenverfügung verleiht Ihrem Willen schriftlich Ausdruck, welche medizinischen Untersuchungen, Heilbehandlungen oder sonstigen ärztlichen Maßnahmen Sie möchten oder ablehnen.

Der Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Paderborn e.V. berät und unterstützt Sie beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare.

Ehrenamt

Eine Aufgabe für Sie? Dann melden Sie sich gerne bei uns! Oder Sie sind bereits ehrenamtliche Betreuerin/ehrenamtlicher Betreuer? Dann beraten, unterstützen und begleiten wir Sie. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Beratungstermin!

Sylke Menne

Betreuungsverein Diakonie, Klingenderstr. 13, 33100 Paderborn

Tel.: 0 52 51/ 5 00-2 37 oder 0 52 51/5 00-2 39

Oder per Mail: menne(at)btv-diakonie-pb(dot)de

15. Evangelische Jugendvollversammlung [27.07.2020]

Eine gute Zeit miteinander verbringen

PADERBORN/KREIS HÖXTER /LÜGDE (ekp). Zur 15. Evangelischen Jugendvollversammlung (JVV) laden der Synodale Jugendausschuss und das Jugendreferat des Kirchenkreises Paderborn ein. Sie findet statt am Samstag, 26. September, von 14 bis 18 Uhr in der Marienkirche, Brüderstraße 9 in Höxter. Unter dem Motto „Kein Thema! Wir sind dabei“ soll es nach der langen Corona bedingten Pause von Angeboten der Jugendarbeit vor allem darum gehen, sich wieder zu treffen und eine gute Zeit miteinander zu verbringen.

Auf dem Programm stehen ein Jugendgottesdienst, Livemusik mit David Geschke und ein Spiele-Marktplatz. Außerdem wird ein „Think Tank Jugendarbeit digital“ die in der Corona-Zeit gemachten Erfahrungen sammeln.

Aufgrund der besonderen Umstände hat sich der Zeitrahmen der JVV verändert, es gibt dieses Mal kein warmes Mittagessen, und die geltenden Coronaschutzverordnungen werden beachtet. Um Anmeldung wird gebeten an: ruschkowski@kkpb.de

Die JVV findet in der Regel zweimal jährlich statt. Sie ist die Basis der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Paderborn und richtet sich an alle, die an der Evangelischen Jugendarbeit interessiert sind. Eingeladen sind neben den Jugendlichen ab 14 Jahren insbesondere Ehren- und Hauptamtliche aus den Kirchengemeinden des Kirchenkreises in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie in Lügde.

Information:

www.juenger.de

www.facebook.com/EvJugendimKirchenkreisPaderborn

Als Partner verbunden bleiben in Zeiten von Corona [24.07.2020]

TANSANIA Die Corona-Situation in Kusini B

Von Karl-Edzard Buse-Weber

KUSINI B – Der Kirchenkreis Kusini B am Westufer des Viktoriasees ist in Partnerschaft verbunden mit dem Evangelischen Kirchenkreis Paderborn. Die Partner in Tansania erleben die Corona-Zeit als Krise. Im Kirchenkreis Kusini B ist vieles anders und manches schwieriger als in normalen Zeiten. Tansania und damit auch Kusini B gehören zu Ostafrika, wo sich das gefährliche Corona-Virus besonders in den Ländern Kenia, Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo verbreitete. In einigen Regionen von Tansania wie Daressalam, Arusha und Sansibar gab es hohe Zahlen an Infektionen. In Tansania wurden von der Regierung die Schulen und Kindergärten geschlossen, um Ansteckungen mit dem Virus zu vermeiden. Im öffentlichen Leben sollen die Menschen Abstand halten und Masken tragen. Gottesdienste können weiterhin gefeiert werden, wenn die Menschen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Die tansanische Regierung hat verboten, Statistiken über Erkrankungen selbst zu führen. Nur der Premierminister und der Gesundheitsminister sind für die Erstellung von Statistiken verantwortlich. Sie geben lediglich eine Zusammenfassung der Situation, die pauschal das ganze Land beschreibt. Für einzelne Regionen oder Gebiete wie den Partnerkirchenkreis gibt es keine verlässlichen Zahlen.

In der Region rund um Ilemera und Muleba sollen nach dem Eindruck von Superintendent Frederick Muganyizi keine Menschen mit dem Corona-Virus infiziert sein. Dafür gelte es, so Superintendent Muganyizi, Gott zu danken und gleichzeitig nach bestem Wissen und Vermögen vorsichtig zu agieren. So waschen sich die Menschen regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife oder verwenden Desinfektionsmittel.

Zu den Gottesdiensten kamen anfänglich nur wenige Menschen, die dann auch den nötigen Abstand einhalten konnten. Nun werden es aber wieder mehr, die am Gottesdienst teilnehmen und so ihre Verbindung zueinander und zu Gott stärken wollen. Das stellt die Gemeinden des Kirchenkreises vor Herausforderungen. Es muss genug Seife und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen, jeder Evangelist und Pfarrer soll zwei Schutzmasken bekommen und all diese Mittel müssen finanziert werden. Um den Abstand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuhalten hat der Kirchenkreis beschlossen, die Zahl der Gottesdienste am Sonntag zu erhöhen. So verteilen sich die Menschen auf mehrere Gottesdienste und der Abstand zueinander kann besser eingehalten werden. Einige Gemeinden beginnen, Gottesdienste außerhalb des Kirchengebäudes zu feiern. So hat zum Beispiel die Gemeinde in Ilemera am letzten Sonntag einen Jugendtag vor der Kirche abgehalten. Viele junge Leute sind gekommen, um Gott für seine Barmherzigkeit und seinen Trost zu danken.

Für die Region, zu der der Kirchenkreis Kusini B gehört, ist von der tansanischen Regierung das Bushekya Health Center als Gesundheitszentrum bestimmt worden. Dort sollen an Covid-19 Erkrankte versorgt und isoliert werden. Über die Situation dort liegen im Kirchenkreis Kusini B keine gesicherten Erkenntnisse vor. Wahrscheinlich sind keine oder nur sehr wenige Menschen aus Kusini B bisher dort medizinisch versorgt worden.

Mit der Corona-Pandemie ist die wirtschaftliche Lage bei den Menschen in der Region sehr viel schlechter geworden. Eltern fällt es schwer, Schulgebühren oder die vorgeschriebenen Schutzmasken für ihre Kinder zu finanzieren. Seit dem 29. Juni haben die Schulen wieder geöffnet und die Eltern müssen für die genannten Dinge Sorge tragen. In den Kirchengemeinden brechen die Einnahmen aus Kollekten weg, weil die Gläubigen weniger Geld zur Verfügung haben. Die Gemeinden können Evangelisten und Pfarrer nicht mehr im vollen Umfang bezahlen.

Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn hat die Partner in dieser schwierigen Lage finanziell unterstützt. Der Vorsitzende des Tansania-Ausschusses im Kirchenkreis Paderborn, Pfarrer Karl-Edzard Buse-Weber, freut sich, dass so die finanzielle Notlage der Partner in Tansania etwas gemildert werden konnte. Viel mehr als der Dank der Partner aus Tansania, der den Kirchenkreis Paderborn erreichte, zähle die starke und sich in diesen Zeiten der Krise bewährende Verbindung zu den Partnern, so Buse-Weber. Wer einen Baustein dazu beitragen möchte die Partner weiterhin zu unterstützen, kann unter dem Stichwort „emergency fund“ etwas spenden.

Spendenkonto:

Ev. Kirchenkreis Paderborn

IBAN: DE47 3506 0190 0000 6609 90

Verwendungszweck: emergency fund

Foto: Zu den Gottesdiensten im Kirchenkreis Kusini B kommen wieder mehr Besucher. Die Gottesdienste werden nun auch außerhalb der Kirchengebäude gefeiert. Pfarrer und Evangelisten tragen Schutzmasken. Foto: Kirchenkreis Kusini B

Teamerandacht [05.06.2020]

Hier finden Sie ein Video von der Good News-Teamerandacht der Ev. Jugend im Kirchenkreis Paderborn.

Region Paderborn-Land veranstaltet erstmals gemeinsamen Autogottesdienst [03.06.2020]

Gestalteten auf dem Gelände des Autokinos in Bad Lippspringe den ersten Autogottesdienst der Region Paderborn-Land (von links): Kirchenmusikerin Marianne Noeske, Pfarrerin Gabriele Hische aus Delbrück, Pfarrerin Antje Lütkemeier aus Bad Lippspringe und aus Sennelager, die Pfarrerin im Entsendungsdienst Melanie Freye. Fotos: Axel Langer

Beim Einsammeln der Kollekte war Kreativität gefragt: Über eine Geldrutsche konnte die Bibelverbreitung in Armenien unterstützt werden.

Getrennt und doch gemeinsam Hoffnung schöpfen

Bad Lippspringe (al). Nach und nach rollten rund 40 Autos aus Bad Lippspringe, Schloss Neuhaus, Sennelager, Delbrück und Hövelhof auf das Gelände des Autokinos in der Raiffeisen Straße in Bad Lippspringe. Wo sich sonst Quentin Tarentino oder James Bond die Klinke in die Hand gaben, fand der erste Autokino-Gottesdienst der Region Paderborn-Land statt. Mit rund 120 Personen in den Fahrzeugen war der ungewöhnliche Gottesdienst gut besucht.

„Waren die Menschen sonst durch ihre Sprache getrennt, sind wir heute durch Corona zum Abstand halten gezwungen“, begrüßte Pfarrerin Antje Lütkemeier aus Bad Lippspringe die Gäste. Sie dankte der Volksbank Schlangen sowie den zahlreichen Helfern für die Unterstützung des über eine UKW-Frequenz in die Auto-Radios übertragenen Gottesdienst. „Vor einigen Wochen wurden wir quasi von einem Tag auf den anderen gelähmt. Ich freue mich heute auf die besondere Begegnung mit Gott. Wir haben viele Wege gesucht, um bei den Menschen zu sein“, unterstrich Pfarrerin Gabriele Hische aus Delbrück. Pfarrerin im Entsendungsdienst, Melanie Freye aus Sennelager bestätigte: „Dieses Jahr läuft alles anders als geplant. In diesem Jahr brauchen wir etwas mehr Pfingsten als sonst. Etwas mehr brausen vom Himmel.“ Musikalisch begleitete Marianne Noeske den Gottesdienst unter freiem Himmel.

„Heute sprechen wir alle mit einer Sprache. Als Hoffnungsmenschen brauchen wir den Funken, der überspringt. Die Menschen sind einander verbunden, wir atmen die gleiche Luft, was jedoch in Corona-Zeiten verhängnisvoll ist. Auch kleine Schritte bedeuten in diesen Zeiten viel, sind sie doch für viele Menschen eine große Erleichterung“, betonte Gabriele Hische in ihrem Impuls. „Wir haben in den letzten Wochen viel auf Zahlen gestarrt: Infektionszahlen, Reproduktionszahlen. Ein hoher R-Wert bedeutete Distanz. Ein hoher Heiliger-Geist-Wert bedeutet aber das Gegenteil. Der Geist ist, wo Ermutigung entsteht und Trennung überwunden wird. Wir hoffen, dass Gottes R-Wert überspringt. Gottes Geist wirkt weiter, Gott sei Dank!“ so Antje Lütkemeier.

Beim Verlassen des Autokino-Geländes konnte über eine Geldrutsche für die Bibelverbreitung in Armenien gespendet werden. Hier erhalten Menschen, die sich auf ihre christlichen Wurzeln zurückbesinnen, eigene Bibeln. In Bibelkursen auch in abgelegenen Dörfern entdecken die Menschen in Armenien Gottes Wort wieder neu.

 

 

#hoffnunghamstern [01.04.2020]

Pastorin Lütkemeier hatte Ihre Konfirmanden/-innen gebeten, sich an der Aktion #hoffnunghamstern zu beteiligen.

Es ging darum, Steine zu sammeln, sie mit Hoffnungszeichen zu bemalen und sie dann auszulegen, wo andere Menschen sie sehen und sich freuen können. Hier sind einige Steine von Melissa Meier.

#hoffnunghamstern ist eine Idee aus dem Internet, die Menschen an den verschiedensten Orten in einem verbindet: Hoffnung und gute Gedanken verbreiten, auch und gerade mit dem christlichen Glauben.

 

 

Was tröstet in dieser schwierigen Zeit? [21.03.2020]

Was tröstet, was macht mir Mut?

Mit abstrakten Worten – und seien sie noch so klug - lässt sich das wohl kaum erklären. Trost lässt sich nicht definieren. Von erfahrenem Trost muss man erzählen. Ich lade Sie deshalb ein, davon zu erzählen: Was hat mich getröstet? Was hat mir Mut gemacht?

Ich lade Sie ein, diese Sätze oder kleinen Geschichten aufzuschreiben und an unsere Gemeinde-Adressen zu schicken Email oder Post. Wir veröffentlichen sie dann hier auf unserer Homepage (mit oder ohne Ihren Namen, so wie Sie das wünschen).

Ihre Pfarrerin

Antje Lütkemeier

Grafik: gemeindebrief.evangelisch.de

Noch keine Öffnung der Kirche für Gottesdienste [03.05.2020]

Obwohl es nach den Vorgaben der Landesregierung NRW ab dem 1. Mai theoretisch möglich ist, sollen mindestens im Mai keine Gottesdienste in der Kirche und auch nicht im Johann-Heermann-Haus stattfinden. Dies hat das Presbyterium so festgelegt. Die Gründe dafür sind: Es gibt Auflagen seitens der Landesregierung und der Evangelischen Kirche, die so einschneidend sind, dass an die Möglichkeit einer schönen und angemessenen Gottesdienstfeier in der Kirche nicht zu denken ist. So muss erst einmal ein Sicherheitskonzept erarbeitet, von verschiedenen Stellen genehmigt und eingehalten werden, und zwar ein garantierter Sicherheitsabstand für die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher von am besten zwei Metern.

Unser Küster, Herr Finkensiep, hat dies schon genau berechnet und dabei herausbekommen: es blieben in unserer Kirche gerade mal 26 Sitzplätze.

Das Foto oben zeigt, wie wenig Plätze genehmigt würden: Nur die Stühle mit dem blauen Rückenkissen dürfen besetzt werden und das sind im Mittelschiff gerade mal 8 Stühle!

Außerdem gibt es eine Mundschutzpflicht und jeder Gesang von Gemeinde oder auch einem Chor sowie das Spielen des Posaunenchors ist ausdrücklich verboten.

Es muss strenge Eingangs- und Ausgangskontrollen und immer Aufsicht während des Gottesdienstes geben.

So wollen wir für die nächste Gottesdienste erst einmal für Alternativen sorgen. Wir haben dafür ein Konzept erarbeitet, das sich sehen lassen kann. Es wird hier vorgestellt.

Die Gemeinschaft im Gottesdienst ist ein hoher Wert und wir arbeiten weiterhin daran, so bald es möglich ist, uns wieder unter Gottes Wort und auch zum Empfang von Brot und Kelch versammeln zu können. Gemeinschaft lässt sich aber auch auf andere Art erfahren. Dazu hat Superintendent Volker Neuhoff folgende Worte an die Gemeinde geschrieben:

„.. das Wort Gottes zu verkündigen: Es geschieht in Andachten in der Zeitung und durch das geistliche Wort... Online-Gottesdienste ermöglichen Beteiligung durch Kommentare, Predigtgespräche, Verabredungen…Unsere evangelische Aufgabe liegt meines Erachtens jetzt darin, nicht zum Kommen einzuladen, sondern hinzugehen zu den Menschen…“

Dafür, dass die Gemeinschaft in der Gemeinde aufrechterhalten bleibt, können wir also alle etwas tun. Wir haben uns im Presbyterium überlegt, wir schenken Ihnen allen zwei Postkarten. Die eine ist für Sie - behalten Sie sie und vergessen Sie uns nicht, wie auch wir Sie nicht vergessen wollen und in vielfacher Form immer wieder ansprechen wollen. Die andere Postkarte schenken Sie bitte einer Person Ihrer Wahl. Schicken Sie sie einfach jemandem, von dem Sie meinen, dass er oder sie sich über diese Karte freut, vielleicht noch mit ein paar liebevollen Worten oder stecken Sie sie in der Nachbarschaft in den Briefkasten. Wenn Sie noch mehr Karten benötigen - in den Pfarrämtern und im Gemeindebüro gibt es noch genug. Und wenn dann jemand mehr als eine solche Karte bekommt, dann ist für diesen Menschen die Freude nicht kleiner, sondern wächst mit jeder Karte.

So können wir alle etwas dazu beitragen, ein lebendiges Gemeindeleben auch ohne Gottesdienste in der Kirche aufrecht zu erhalten.

Anmeldung zur Konfirmation - Jahrgänge 2008/2009 [09.06.2020]

Liebe Jugendliche, liebe Eltern!

Die Anmeldung zum neuen Konfi-Kurs startet. Diesmal (in diesem Jahr ist wegen Corona alles anders) bitten wir Sie, Ihr Kind schriftlich anzumelden.

Wir laden jetzt den Geburts-Jahrgang 2008/2009 ein.

Verwenden Sie bitte den beiliegenden Vordruck und schicken Sie uns die Anmeldung bis zum 24. Juni 2020 zurück. Dies geht per Post oder werfen Sie es in den Briefkasten am Gemeindezentrum in der Detmolder Str. 173 in Bad Lippspringe. Auch einscannen und an pad-kg-badlippspringe@kkpb.de mailen ist möglich.

Bitte füllen Sie die Anmeldung komplett, auch mit den Taufdaten Ihres Kindes, aus. Falls Ihr Kind noch nicht getauft ist, wird die Taufe vor der Konfirmation stattfinden. Wenn Sie oder Ihre Kinder von anderen wissen, die sich gern zum Konfi-Kurs anmelden wollen, geben Sie bitte diese Informationen weiter.

Im Moment ist wegen der derzeitigen Corona-Beschränkungen noch unklar, wie genau der Konfi-Kurs stattfinden kann. (An Dienstag Nachmittagen? An Block-Samstagen? Mit KonfiCamp?, oder oder oder). Sicher ist, wir als Gemeinde freuen uns auf die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden und tun alles uns mögliche, damit die Vorbereitung auf die Konfirmationen zu einer guten, erlebnisreichen und spannenden Zeit für die Jugendlichen wird. In der Vorbereitung auf die Konfirmation beschäftigen sich die „Konfis“ mit den zentralen Inhalten des christlichen Glaubens, um zu einer selbstverantwortlichen und eigenständigen Haltung in religiösen Fragen zu kommen.

Die Konfirmation ist freiwillig. Wer sich aber dazu entschließt, muss sich an gewisse „Spielregeln“ in der Konfi-Zeit halten. Dazu gehört neben der regelmäßigen Teilnahme am Unterricht ebenso der Besuch des Gottesdienstes und die Teilnahme an Gemeinde-Veranstaltungen.

Sollten Sie als Eltern / solltet Ihr als Jugendliche Fragen haben zur Anmeldung, zum Konfi-Kurs oder zur Konfirmation haben, meldet Euch / melden Sie sich bitte bei mir: Pfarrerin Antje Lütkemeier 05252 6616 oder antje.luetkemeier(at)kk-ekvw(dot)de

Wir melden uns auf jeden Fall Mitte September mit aktuellen Informationen zum Konfi-Kurs.

Wir wünschen uns und Euch Jugendlichen und Ihnen als Familien einen guten Start in die gemeinsame Zeit, die vor uns liegt.

Mit herzlichen Grüßen

Antje Lütkemeier, Pfarrerin

Evangelische Kirche lädt zum Balkonsingen ein [26.03.2020]

„Der Mond ist aufgegangen“ auf dem eigenen Balkon oder im Garten

Täglich um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut.

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen… diesen Text kennen viele auswendig und haben ihn schon als Kind als Abendlied gehört. Man kann geborgen einschlafen, wenn am Ende – wie am Ende der ersten Strophe - alles wunderbar ist. Die letzte ebenfalls sehr bekannte Strophe mit ihrer Anrede So legt euch denn ihr Brüder (gemeint waren schon damals alle Menschenkinder) führt allerdings mitten hinein in unsere Tage. Denn nun ist nicht mehr alles einfach wunderbar, sondern der Abendhauch ist kalt. Es gibt damals noch die Angst vor Strafen Gottes, und die Sorge um den ruhigen Schlaf, die viele heute umtreibt, und ja, um unsern kranken Nachbarn auch.

Als Matthias Claudius diesen Text 1779 schrieb, waren Krankheit und Tod ganz anders präsent als heute. Vieles, was uns heute als Lappalie erscheint, war für Menschen unbesiegbar, lag also in Gottes Hand. Das Jahrzehnt, in dem der Text entstand, war von Hungerkatastrophen und neuen, tödlichen Infektionskrankheiten in vielen Regionen Deutschlands verbunden. Und da schreibt Matthias Claudius, der selbst viel Krankheit und Tod und Leid in seiner Familie erlebt hat, diesen Text voller Zuversicht und Vertrauen. Dieses Gottvertrauen lässt vielleicht diejenigen in diesen Tagen tief durchatmen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als die Sorgen um Angehörige, die direkt betroffen sind oder aber im Ausland festsitzen, die Sorgen der Krisenstäbe, eben all des Tages Jammer einmal eine Zeitlang zu verschlafen oder sei es nur für die Dauer dieses Liedes zu vergessen. Wer in die Welt blickt, wird ermutigt dazu, mehr zu sehen als das, was gerade für jeden sichtbar ist. Es gibt Hoffnung. Der Mond ist doch rund und schön. Diese Welt, die guten Seiten des Miteinanders, auch die unfreiwillige Entschleunigung, die Kreativität an vielen Stellen sind und bleiben schön.

Liedtext Der Mond ist aufgegangen"

Foto: Heinrich Linse / pixelio.de

„Es läuten alle Glocken, sie läuten nah und fern ..“ [20.03.2020]

„Es läuten alle Glocken, sie läuten nah und fern ..:“ Dieses schöne Kinderlied haben wir irgendwann einmal alle mit gesungen.

In diesen Tagen läuten wieder alle Glocken, manche zu ganz ungewöhnlichen Zeiten. Und was das Besondere ist, was es auch so noch nie gegeben hat: Sie laden nicht ein zum Gottesdienst. Im Gegenteil! Sie läuten die Botschaft: „Bleibt zuhause!“ „Versammelt euch NICHT – auch nicht im Haus Gottes!“ Bundeskanzlerin Merkel hat es so ausgedrückt: „Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.“

Die Glocken erinnern uns aber auch daran, dass das Feiern von Gottesdiensten, das gemeinsame Beten und Hören auf Gotteswort nicht an den Innenraum der Kirche und auch nicht an den Sonntagvormittag gebunden sind.

Vielleicht ist dies im Moment der richtige Zeitpunkt, sich daran zu erinnern, warum überhaupt die Glocken läuten. Dreimal am Tag: morgens, mittags, abends. Dies stammt noch aus der Zeit, als die Menschen keine eigenen Uhren hatten. Eigentlich stammt das Läuten der Glocken aus den Klöstern und geschah noch viel öfter am Tag. Heute rufen die Glocken dreimal am Tag zum Gebet: Zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendbrot: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.“

Die Glocken rufen auch auf, kurz inne zu halten in der Betriebsamkeit des Tages und uns auf das Wesentliche zu besinnen: Was ist wirklich wichtig in meinem Leben? Was macht mein Leben lebenswert? Sie lädt uns ein, in einem Augenblick der Stille zu dem hinzuwenden, der unser Leben trägt und hält: Gott zu danken und ihm die momentanen Sorgen und Nöte anzuvertrauen.

Und die abendliche Glocke lädt uns zudem ein, an die Verstorbenen zu denken in dem Vertrauen, sie leben bei Gott weiter und wir bleiben über den Tod hinaus mit ihnen verbunden.

Von besonderer Bedeutung sind die Glocken am Sonntag. Dann rufen sie eigentlich zum Gottesdienst. Jetzt rufen sie uns alle in besonderer Weise zum gemeinsamen Gebet. Gerade bei dem Vaterunser-Läuten sollen wir mit beten, auch im Bewusstsein, dass wir damit mit vielen tausend Menschen über alle konfessionellen Grenzen hinaus verbunden sind. Das ist eine Kraftquelle. Das ermutigt und schenkt große Hoffnung.

Lassen Sie uns alle das Glockenläuten in diesen besonderen Zeiten ganz bewusst hören. Folgen wir der Einladung, innezuhalten, zu beten, zu spüren, dass wir damit in diesem Moment mit so vielen Menschen verbunden sind, die genauso fühlen wie wir selbst. Das tut gut.

Hier hören Sie ein 5-minütiges Geläut der Ev. Luth. Neustädter Marienkirche in Bielefeld. Seit 1948 ist sie Predigtstätte des/der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Hier finden Sie Angebote für Gottesdienste und Andachten im Radio, Fernsehen und Internet.

Glockenfoto: gemeindebrief.evangelisch.de

Zum Schmunzeln: "Systemrelevante Berufe" [21.03.2020]

..., sondern Euch noch eine kleine Geschichte schenken, die unsere große Tochter Linda vorgestern in der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit mitbekommen hat.

Hinter ihr saßen zwei Mütter, die zusammen mit ihren Kindern im Kindergartenalter unterwegs waren. Die Mütter unterhielten sich darüber, dass sie jetzt nicht ihre Kinder in eine Betreuung geben können, weil sie eben nicht zu den "systemrelevanten Berufen" gehören. Daraufhin fragte ein Kind: "Was sind das, System-Berufe?" Darauf erklärte die Mutter: "Das sind die Berufe, die jetzt ganz besonders wichtig sind, die Ärzte und Pflegerinnen, die helfen, die Menschen wieder gesund zu machen, die Verkäuferinnen in den Lebensmittelgeschäften..." - "Du, Mama, ich möchte später auch so ein Systemberuf werden!" - "Oh, ja, mein Kind, das ist gut. Was möchtest Du denn dann später werden?" - "Ich - ich möchte Zahnfee werden!"

Die ganze Straßenbahn hat sich gefreut und wünschte diesem Kind viel Glück! Bewahrt auch Ihr Eure Träume, wer weiß, vielleicht werden Sie ja doch noch eines Tages wahr!

Zeichnung: Natalia Ovcharenko from Pixabay

Wahlergebnis Kirchenwahl 2020 [06.03.2020]

Hier nennen wir die bei der Kirchenwahl am 01.März 2020 gewählten Presbyterinnen und Presbyter in alphabetischer Reihenfolge:

  1. Dirk Appelt
  2. Gerhard Biermann
  3. Angelika Böhm
  4. Wolfgang Dzieran
  5. Jan Globacev
  6. Peter Penner
  7. Simone Pfeiffer
  8. Ilka Recklies - Bodewig
  9. Heinrich Strate
  10. Dorothea Töpfer

Demnächst wird das alte Presbyterium verabschiedet und die neuen Presbyterinnen und Presbyter werden im Rahmen eines Gottesdienstes in ihr Amt eingeführt.

14. Evangelische Jugendvollversammlung [24.03.2020]

„Do it yourself - Tu dir gut“

14. Evangelische Jugendvollversammlung kam gut an

PADERBORN/KIRCHENKREIS – 75 Jugendliche aus dem Evangelischen Kirchenkreis Paderborn nahmen Anfang März an der 14. Jugendvollversammlung (JVV) im Paderborner Martin-Luther-Zentrum teil. Unter dem Thema „Do it yourself – Tu dir gut“ fanden Workshops und weitere Angebote statt. Die gemeinsame Vorbereitung lag wieder in den Händen des Synodalen Jugendausschusses und des Jugendreferats im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn.

„Glitzer-Tattoos, Meditationsmandalas malen und ein eigenes Glückstagebuch gestalten wurden besonders gut angenommen“, so Jugendreferent Jonas Mischendahl. Die Jugendlichen hätten die offene Programmgestaltung der JVV zwischendurch auch immer wieder gern genutzt, um sich zusammen zu setzen und ins Gespräch zu kommen.

Eine erstmals digital durchgeführte Umfrage, an der sich 53 Jugendliche beteiligten, zeigt folgendes Feedback: 23 waren zum ersten Mal da. 46 gaben an, in jedem Fall wieder zu einer JVV kommen zu wollen. 43 hat die Programmauswahl gut gefallen. Und 45 fanden die Musik von David Geschke, Gitarre und Gesang, super.

Ein Höhepunkt war der Jugendgottesdienst mit der Einführung von Jonas Mischendahl (25). Seit Januar gehört er als Jugendreferent mit voller Stelle zum Team des Jugendreferats im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn. Zuvor war er hier bereits seit März 2019 mit 50 Prozent beschäftigt.

Die 15. JVV soll am 26. September 2020 stattfinden. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Die JVV findet zweimal jährlich statt. Sie ist die Basis der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Paderborn und richtet sich an alle, die an der Evangelischen Jugendarbeit interessiert sind. Eingeladen sind neben den Jugendlichen insbesondere Ehren- und Hauptamtliche aus den Kirchengemeinden des Kirchenkreises in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie in Lügde.

Foto: Zwei Teamer stellen auf der JVV die einzelnen Stationen vor, die den Jugendlichen angeboten werden.

Bericht: Heide Welslau

Foto: Wolfgang Dzieran

Das neue Logo für die Evangelische Kirche Bad Lippspringe [30.01.2020]

Zum Jahresbeginn gibt es eine kreative Neuerung für unsere Evangelische Kirchengemeinde. Am Sonntag, 12.01.2020, präsentierte Vikar Gereon Terhorst das neue Gemeindelogo. „Wo Sie dieses Logo finden, da ist etwas aus unserer Gemeinde drin“, sagte Vikar Terhorst bei seiner Sonntagspredigt. Es soll unsere Erkennbarkeit als Gemeinde im Alltag erleichtern.

Das neue Logo, ein blaues Kreuz, erinnert an das vorhandene Glaskreuz in der Kirche und an die bunten Kirchenfenster im Altarraum. Die Farbe Blau erinnert an das Wasser, mit dem alles begann, aber auch den Quellenreichtum vor Ort. Es erinnert außerdem an zahlreiche Geschichten in der Bibel und an die christliche Taufe. Das Kreuz ist bewusst nicht gerade oder symmetrisch. Es hat Kanten und Ecken. Und noch etwas steckt in diesem Logo als Auftrag. Es ist nämlich kein völlig fester Klotz. Es steckt Transparenz darin. Es wirkt fast ein bisschen so, als könnte man hindurch sehen.

Vikar Terhorst: „Wir als Gemeinde wollen auch durchsichtig sein. Jeder soll sehen, was hier passiert. Und jeder soll kommen dürfen. Denn: Dieses Kreuz lädt ein. Komm und schau. Entdecke. Finde Neues. Aber auch das zeigt uns dieses Kreuz: Gott ist nicht eindimensional. Wieso sollte es dann seine Gemeinde sein?“

Rückblick: Jahrzehntelang wurde eine Zeichnung der Kirche als „Logo“ benutzt. Dieses Bild war gut und bekannt - es wurde jedoch Zeit, ein zeitgemäßes, klares, einprägsames Logo zu entwickeln. Gemeindepfarrerin Antje Lütkemeier: „Uns war wichtig, dass es zur Kirche und zur modernen Neugestaltung des Innenraums passt. Die markantesten Punkte sollten sich darin wieder finden: das blaue Kreuz und die gemalten Glasfenster in den Farben blau und orange.“ Entstanden ist das blaue Kreuz mit geschwungenen Enden. Entworfen wurde es von der Lippspringer Grafik-Designerin Simone Pfeiffer. Sie ist selbst Presbyterin in der Kirchengemeinde und stand den Verantwortlichen unentgeltlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Für ihre gelungene Arbeit gab es vom Presbyterium, aber auch von der Gemeinde, lobende und dankende Worte und viel Applaus.

„Das Logo hat leichte Linien, die dynamische Linienführung des Kreuzes zeigt auch die Weiterentwicklung unserer Kirche. Wir bleiben immer in Bewegung und sind offen für Neues.
 Durch die leichten Linien im Kreuz erscheint das Logo auch transparent, das war dem Presbyterium wichtig“, erklärte Simone Pfeiffer ihre Ideen.

Pfarrerin Lütkemeier freut sich darauf, das neue Logo bald weiter in Umlauf bringen zu können: „Wir werden es im Gemeindebrief, auf unseren Briefbögen aber auch auf Visitenkarten und im Internet verwenden und hoffen auf einen hohen Wiedererkennungswert.“

Liebe Flötenspieler/-innen bzw. sonstige Musiker/-innen und Mitstreiter/-innen! [26.03.2020]

Ulrike Köhlert-Hanewinkel hat diese Nachricht von Marianne Noeske an uns gesandt:

Einer meiner Bläser*innen hat mir diese schöne Idee weitergeleitet. Wenn wir die gewohnten Wege nicht gehen können, müssen wir neue ausprobieren. Damit das in allen Stimmlagen möglich ist, findest Du die Melodie für C- und F-Flöten im Anhang als PDF (..sa für Sopran-/Tenor- und Altflöte - ...sb für Bassflöte). Wenn Du mit der Aktion etwas anfangen kannst, gib die Informationen an Eure Mitspieler*innen weiter. Bleib mit Deiner Gruppe gesund und behütet.

OSTERN VO(R)M BALKON - "Auferstehungsflashmob" Ostermorgen um 10!

Ob singend oder mit dem Instrument: Sänger*Innen, Bläser*Innen und Organistinnen und Organisten vereinen sich zu einem "Flashmob auf Sicherheitsabstand" am Ostersonntag, um 10 Uhr, nach dem Glockenläuten. Zuhause am Fenster, auf dem Balkon, im Garten, im Wald, auf dem Hof oder auf der Straße mit dem Trichter oder der eigenen Stimme im Wind.

Oder an den Orgeln bei weit geöffneten Kirchenfenstern und -portalen im großen Instrumenten-Tutti. Alle spielen oder singen als erstes den einen Choral: "Christ ist erstanden"! (Selbstverständlich unter Einhaltung der dann geltenden Gesetze/Vorschriften und mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand).

Auf dass die Osterbotschaft an vielen verschiedenen Orten durch viele verschiedene Menschen doch gefühlt wie ein Chor viele, viele Menschen erreicht. In der Stadt genauso wie auf dem Land, so dass ein akustisches Oster-Band durch die Lande schallt. Und wer mag, spielt hinterher noch ein paar Lieder oder Musikstücke weiter.

Macht das auch gern durch die Tagespresse bekannt, damit möglichst schon vorab viele Menschen davon erfahren und die Fenster und Ohren offenhalten können und postet Fotos oder Videos unter #osternvombalkon.

Diese feine Idee stammt von den Kollegen aus dem Posaunenwerk Hannover. Top!

sa für Sopran-/Tenor- und Altflöte

sb für Bassflöte

Foto: Image by Th G from Pixabay

Goldene/diamantene Konfirmation [03.11.2019]

Mit einem vom Uwe Döschner (Orgel) und Thomas Aue ( Trompete) festlich ausgestalteten Gottesdienst feierten am 03. November 2019 15 Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden ein ganz besonderes Ereignis: den 50., 60. und 65. Jahrestag ihrer Konfirmation.

Nach dem Gottesdienst stellten sich die Jubilare zum Gruppenfoto vor der Kirche auf. Anschließend aßen alle gemeinsam im Martinstift zu Mittag und genossen ein schönes und interessantes Miteinander bei dem viele Erinnerungen ausgetauscht wurden.

Uwe Döschner ist nun offiziell Kantor in Bad Lippspringe [03.09.2019]

Führten Kantor Uwe Döschner (Mitte) offiziell in sein Amt ein (von links): Presbyter Dirk Appelt, Pfarrerin Antje Lütkemeier und Pfarrer Detlev Schuchardt. Vom Kirchenkreis Paderborn gratulierte der leitende Theologe, Superintendent Volker Neuhoff.

Seit Februar ist er bereits in der Badestadt tätig, nun wurde er feierlich in sein Amt eingeführt: Uwe Döschner ist jetzt offiziell Kantor in der Ev. Kirchengemeinde in Bad Lippspringe und Nachfolger von Ulrich Schneider, seinem langjährigen Amtsvorgänger. Vom Presbyterium gab’s zu diesem seltenen Ereignis ein besonderes Geschenk.

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen der Musik. Kantorei und Posaunenchor gaben – jeweils unter der professionellen Leitung ihres Leiters, Kantor Döschner – ihr Können zum Besten. Die Gemeinde lauschte alten Klassikern und sang bei zeitgenössischen Liedern fröhlich mit. Mit der offiziellen Einführung und dem kirchlichen Segen ist Uwe Döschner nun nicht nur für die klangvolle Orgel, sondern auch für die vielfältigen musikalischen Aktivitäten der Kirchengemeinde zuständig. Er solle die Gemeinde zum Mitsingen animieren, sagte Pfarrerin Antje Lütkemeier mit einem Augenzwinkern.

Die ersten Projekte unter seiner Leitung waren bereits erfolgreich: Im März fand die erste „Orgelnachtmusik zum Träumen im Kerzenschein“ statt. „Dieser Abend war so erfolgreich, dass wir weitere Veranstaltungen dieser Art planen“, sagt der Kirchenmusiker. Bereits am 27.09.2019 findet in der kath. Kirche St. Martin eine ähnliche Bläser- und Orgelnachtmusik statt.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bezeichnet der Kantor als eine Herzensangelegenheit. So fand im Sommer bereits ein Kinder-Sing-Workshop statt, der ebenfalls auf positive Resonanz gestoßen ist. Junge Menschen für Musik zu begeistern, das sei sein Ziel. „Und weil der erste Workshop gut angenommen wurde, werden wir auch weitere noch anbieten“, sagt Döschner. Auch das vor kurzem stattgefundene Abendkonzert „Trompete und Orgel“ fand große Zustimmung beim Publikum. „Es war kein Sitzplatz mehr frei“, sagt der neue Kantor nicht ohne Stolz. Die Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe genießt seit je her einen guten Ruf im Bereich der Kirchenmusik und ihrer vielfältigen musikalischen Angebote.

Beim anschließenden Empfang im Gemeindezentrum gratulierten Kantor Döschner Kollegen, Musikfreunde und auch zahlreiche Gemeindemitglieder wünschten ihm viel Erfolg. Glück- und Segenswünsche im Namen des Kirchenkreises Paderborn überbrachte Superintendent Volker Neuhoff.

Als Geschenk der Kirchengemeinde überreichte Presbyter Dirk Appelt etwas ganz besonderes: eine Biografie von Johann Sebastian Bach aus dem Jahre 1941 vom renommierten Bach-Biografen Philipp Spitta. Das historische Werk, welches die Gemeinde sonst nur selten zu sehen bekommt, ist eine traditionelle Leihgabe an den diensthabenden Kantor der Kirchengemeinde und wurde 1942 erstmalig und zuletzt 1984 an Ulrich Schneider überreicht. Das Buch wird nun hoffentlich einen Ehrenplatz im Hause Döschner für die nächsten Jahre erhalten.

Von Jan Globacev (Text und Foto)

Wechsel im Vorstand von pro musica [17.07.2019]

Im Juni hielt der Förderverein für Kirchenmusik „pro musica“ seine Mitgliederversammlung ab. In der Sitzung wurde eine Übersicht über die Aktivitäten der letzten zwei Jahre und den derzeitigen Stand des Vereins gegeben. So kann der Verein mit aktuell 49 Mitgliedern eine solide Finanzlage vorweisen, die es auch weiterhin ermöglicht, kirchenmusikalische Veranstaltungen, insbesondere große Konzerte, durchführen zu können.

Kantor Uwe Döschner stellte außerdem seine Planungen vor, die zum einen verschiedene und vielfältige Einzelveranstaltungen bis in den Herbst 2020 vorsehen und zum anderen auch neue Impulse beinhalten, die sich zu regelmäßigen bzw. im Jahreslauf wiederkehrenden Veranstaltungen etablieren können. So war die erste Orgelnacht mit anschließendem Beisammensein bereits ein voller Erfolg und wird sicherlich gerne wieder angenommen.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand die Wahl der Vorstandmitglieder, dabei vorrangig der Wechsel in der Position des stellvertretenden Vorsitzenden. Der langjährige 2. Vorsitzende, Herr Thomas Schulte, schied auf eigenen Wunsch aus der Vorstandsarbeit aus. Er gehört mit zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und gilt mit seiner Kontinuität, Zuverlässigkeit und vielfältigen Unterstützung als große Stütze des Vereins. Herr Schulte steht dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und bleibt auch der Kantorei erhalten. Als Nachfolger für ihn wurde einstimmig Dirk Daniel, ebenfalls Kantorei- sowie Posaunenchormitglied, gewählt. Die weiteren bisherigen Vorstandsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden in ihren Ämtern bestätigt: Frau Sabine Tytul-Kreibohm als Vorsitzende, Herr Winfried Althaus als Schatzmeister und Ulrike Köhlert-Hanewinkel als Schriftführerin.

In Teamarbeit und mit Unterstützung der übrigen Vereinsmitglieder möchte der Vorstand den Verein für die Zukunft gut aufstellen und mit frischen Ideen auch neue Mitglieder gewinnen. So sollen für Mitglieder Angebote und Anreize geschaffen werden, wie z.B. Vergünstigungen beim Kauf von Eintrittskarten oder Kulturfahrten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier auf der Homepage unter dem Stichwort Kirchenmusik/ pro musica. Dort können Sie auch eine Beitrittserklärung herunterladen bzw. die Bankverbindung erfahren, wenn Sie gerne über den Förderverein die Kirchenmusik in unserer Gemeinde unterstützen möchten.

Auf dem Foto:

Der neue Vorstand: v.l. Winfried Althaus, Ulrike Köhlert-Hanewinkel, Sabine Tytul-Kreibohm, Dirk Daniel

Wechsel in der KiTa-Leitung [01.09.2019]

Kerstin Rohdenburg, die langjährige Leiterin des Familienzentrums Evangelischer Kindergarten verabschiedet sich von Kindergarten und Gemeinde.

Die Nachfolge als neue Leiterin des Evangelischen Kindergartens übernimmt Nadine Ehlen. Nicht selbstverständlich, denn viele Kitas müssen als Folge des Erzieherinnenmangels im Moment ohne Leitung auskommen.

Anders als angekündigt findet die Verabschiedung von Kerstin Rohdenburg und Einführung von Nadine Ehlen im Familiengottesdienst zum Erntedankfest am Sonntag, 6. Oktober auf dem Hof Strate, Josefstr. statt. Das geplante Herbstfest im Evangelischen Kindergarten am 13.10.19 musste leider abgesagt werden.

Erfolgreicher Kinder-Sing-Workshop [04.07.2019]

Premiere in Bad Lippspringe

Am Sonntag, 30.06.2019, fand der Abschlussgottesdienst des ersten Kindersingworkshops in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe statt. 15 Jungen und Mädchen trafen sich am Tag davor, um vier Stunden lang gemeinsam mit Kantor Uwe Döschner verschiedene Lieder einzustudieren, die dann im Familiengottesdienst der Gemeinde vorgestellt wurden. Trotz sommerlicher Hitze waren die Kinder mit bester Laune und Freude bei der Sache und lernten fünf Lieder kennen, die sie mit Begeisterung, zum Teil auch auswendig, sangen. Einige Mädchen waren sogar mutig genug, als kleine Sologruppe mit der Gemeinde einen Kyrie-Ruf einzustimmen. Fröhlich ging es zu, manchmal mit lustigen Bewegungen und bei einem der Lieder sogar mitten während einer Strophe auf die Stühle kletternd. Das machte viel Spaß, sowohl den Kindern als auch der zusehenden Gemeinde. Abschließend gab es für die Jungen und Mädchen noch eine Teilnehmerurkunde, die sie mit Stolz entgegengenommen haben.

Begleitet wurde der Workshop auch von Stephanie Schwing von der Kinderkirche, die am Samstag während der langen Probe für Erfrischung und das leibliche Wohl der Kinder sorgte. Liturgisch wurde der Gottesdienst von Vikar Gereon Terhorst begleitet, der mit seinen Worten das musikalische Thema aus dem Disneyfilm „Aristocats“ aufgriff und feststellte, dass nicht nur Katzen, sondern auch Menschen und ganz besonders Kinder „furchtbar viel Musik brauchen“.

Die Gemeinde dankte den jungen Sängerinnen und Sängern mit mehrfach herzlichem Applaus. Und schon jetzt steht fest, dass der nächste Workshop im Februar 2020 stattfinden wird und sich schon viele Kinder darauf freuen.

Hier gibt es Fotos vom Kindersingworkshop: photos.app.goo.gl/zB9iwRNJZpXVsa9h9

Einführung von Uwe Döschner [13.08.2019]

Seit dem 01. Februar 2019 arbeitet Uwe Döschner als Kirchenmusiker unserer Gemeinde und hat schon deutliche Akzente gesetzt. Konzerte, Kinder-Sing-Workshop, die musikalische Gestaltung der Gottesdienste aber natürlich auch die Leitung von Posaunenchor und Kantorei - viele unterschiedliche Aktivitäten und Initiativen in nur 6 Monaten.

Am 01. September 2018 wird Uwe Döschner nun im Gottesdienst offiziell in sein Amt eingeführt. Und natürlich, wie könnte es anders sein, wird das ein Gottesdienst mit musikalischem Schwerpunkt, mitgestaltet von Kantorei und Posaunen.

Nach dem Gottesdienst findet im Gemeindezentrum ein kleiner Empfang statt.

"60 Jahre EVANGELISCH in Neuenbeken" [16.05.2019]

Bitte Termin vormerken!

„60 Jahre Evangelisch in Neuenbeken“

Sonntag, 15. September 2019

11 Uhr Gottesdienst - und dann geht’s weiter

Am Johann-Heermann-Haus, Roncalliplatz, Pb-Neuenbeken

PREMIERE: Erster erfolgreicher Blockflötentag im Kirchenkreis [15.04.2019]

Über 50 Blockflötenspielerinnen und -spieler aus acht Gruppen sowie eine Geigen- und eine Cellospielerin haben die Einladung von Kirchenmusikerin Marianne Noeske und dem Blockflötenkreis Bad Lippspringe unter der Leitung von Ulrike Köhlert-Hanewinkel zum ersten Blockflötentag im Kirchenkreis Paderborn angenommen und sich im Evangelischen Gemeindehaus in Bad Lippspringe getroffen. Es kamen dort die Flötengruppen aus Amelunxen, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Elsen, Schloss Neuhaus und der Stadt Paderborn (drei Gruppen) zusammen.

Die musikalischen Visitenkarten der einzelnen Ensembles spannten einen Bogen von der Renaissance bis zur Moderne. So wurden in den Beiträgen der einzelnen Gruppen u.a. Stücke von Adriano Banchieri, James D. Carey, Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli und Bela Bartok vorgestellt, so dass alle gegenseitig gute Eindrücke der jeweiligen Ensembles bekamen.

Nach einer kurzen Pause wurde im Tagesprogramm zum gemeinsamen Musizieren übergeleitet. Unter der fachkundigen Leitung von Marianne Noeske wurden mit der Gesamtgruppe Variationen von Jürgen Pfiester und Dieter Wellmann über die Lieder „Alle Vögel sind schon da“ und „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ erarbeitet. Daran schloss sich das Einstudieren des „Prélude“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier an, besser bekannt unter dem Namen „Eurovisionsfanfare“. Eine weitere Variationsreihe, nämlich über „La Folia“, stand am Ende der gemeinsamen Arbeitsphase.

Im Anschluss an die Probe blieb ausreichend Gelegenheit, sich bei leckeren Buffetbeiträgen aller Gruppen und Getränken fachlich auszutauschen, Kontaktdaten zu sammeln oder allgemein ins Gespräch zu kommen. Die Gastgeberinnen hatten das Gemeindehaus perfekt vorbereitet, so dass alle den Tag in nahezu familiärer Atmosphäre miteinander verbringen konnten.

Alle waren sich einig, den Kontakt zwischen den Gruppen weiterhin zu pflegen. Außerdem gab es etliche Anregungen, wie z.B. die Kooperation von Gruppen bzw. einzelnen Spielern/ Spielerinnen bei Auftritten und den Austausch von Literatur, insbesondere im Hinblick auf die Advents- und Weihnachtszeit, zu fördern oder auch gemeinsame Konzerte zu gestalten. Sicherlich werden weitere Ideen folgen und das erste Treffen wird nicht das letzte gewesen sein.

Weitere Informationen zum Flötenkreis unserer Gemeinde erhalten Sie hier.

Fotos: https://photos.app.goo.gl/CLyvkckavC5U9vRi6

Das Evangelische Martinstift feiert Jubiläum [01.03.2019]

Das Evangelische Martinstift in Bad Lippspringe feiert 2019 das 40-jährige Bestehen.

Mit monatlichen Veranstaltungen soll das neue Motto „Sinn stiften 40 Jahre Martinstift“ umgesetzt werden.

Nach der äußeren Umgestaltung möchte sich das Seniorenzentrum nun auf die Mitarbeiter und Bewohner als Gemeinschaft konzentrieren und die Bedeutung der Arbeit im Altenpflegeberuf hervorheben.

Den Auftakt machte die Ausstellung „Spuren legen. Spuren suchen“, die im Foyer des Seniorenzentrums gezeigt wurde. Im Verlauf des Jahres werden weitere Veranstaltungen im Martinstift stattfinden.

Ein größeres Projekt wird das Theater-Workshopformat für Mitarbeiter sein, dessen Aufführung für den Tag der offenen Tür am 7. September geplant ist. Wir werden an dieser Stelle über die Jubiläumsveranstaltungen berichten.

Wir trauern um Jürgen Peters [01.03.2019]

Voller Dankbarkeit für sein Leben und traurig über seinen Tod müssen wir Abschied nehmen von unserem Gemeindeglied, vom langjährigen Presbyter und unermüdlichen ehrenamtlichen Mitarbeiter, von unserem Freund Jürgen Peters. Im Alter von 72 Jahren ist er nach einer Zeit der Krankheit am 25. Januar verstorben.

Sein langjähriges Engagement hat nicht nur unsere Gemeinde in vielen Bereichen mitgeprägt.

Von 1992 bis 2016 war er Presbyter der Kirchengemeinde, einer, dem sein gelebter Glaube wichtig war. Sein Herz als Impulsgeber und kritischer Mahner schlug für die Menschen, ihre Rechte, ihre Freiheit als Gottes Ebenbilder. Alle Ideen und Projekte, die benachteiligten Menschen Chancen eröffnen, konnten auf seine Unterstützung bauen. In den letzten Jahren wurde er zum Wegebahner für Menschen, die hier eine neue Heimat suchen. Jürgen Peters hat Deutschkurse organisiert und erteilt. Mit Rat und Tat und Begleitung zu Ärzten, Arbeitsgebern und Behörden hat er die neu Angekommenen unterstützt, ihren Platz im Alltag der deutschen Gesellschaft zu finden.

Jürgen Peters war leidenschaftlicher Leser und Lobbyist für intelligente Bücher. Im Bücherei-Team unserer Gemeinde, lange Jahre unter der Leitung seiner Frau Angelika, hat er nach Kräften mitgearbeitet und auch Lesungen und Büchervorstellungen für Interessierte und Kurgäste angeboten. Auch Kunstausstellungen hat er in unsere Gemeinde geholt.

Kirche und Öffentlichkeitsarbeit war eine weitere seiner Leidenschaften. Über Jahre hat Jürgen Peters sich um Inhalt und Gestaltung unseres Gemeindebriefs gekümmert und war Webmaster, eigentlich eher Herz und Seele, des Internetauftritts.

Auch in den Evangelischen Kirchenkreis Paderborn hat Jürgen Peters seine Fähigkeiten eingebracht. Als langjähriges Mitglied des Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit war es ihm ein Anliegen, Menschen zu erreichen und für die Anliegen von Kirche, für Gerechtigkeit und Menschenfreundlichkeit, zu interessieren. Auch auf dieser Ebene hat er sich früh und dann unermüdlich um eine ansprechende, informative und vor allem immer top­aktuelle Internet-Website gekümmert.

Wir trauern mit seiner Familie um einen wachen und kritischen Geist, um einen aufrichtigen Ratgeber, einen umfassend gebildeten, belesenen, intelligenten Mitmenschen mit weiter Perspektive, um einen sensiblen Brückenbauer hin zu den Menschen.

Das Presbyterium der Evangelischen Kirche Bad Lippspringe

Pfarrerin Antje Lütkemeier

Pfarrer Detlev Schuchardt

Der neue Kantor Uwe Döschner [01.03.2019]

Seit dem 1. Februar 2019 bin ich nun Kirchenmusiker der Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe.

Nur unweit meiner Heimatstadt Duisburg, nämlich in Düsseldorf, habe ich an der Robert-Schumann-Hochschule Ev. Kirchenmusik (B-Examen) studiert.

Bereits als 17jähriger übernahm ich die C-Kirchenmusikerstelle in Duisburg-Ostacker, wo ich in besonderer Weise vom dortigen Pfarrer an die Arbeit der Ev. Michaelsbruderschaft herangeführt wurde und bereits einen Kinderchor gründete.

Noch vor Beendigung des Studiums übernahm ich eine Kirchenmusikerstelle in Essen, die ich dann als hauptamtlicher Kirchenmusiker bis 1992 innehatte. Danach folgten Kirchenmusikerstellen in Wuppertal und Stolzenau/Weser, dort war ich 15 Jahre als Kreiskantor tätig. Von 2009 bis 2019 übernahm ich die Kantorenstelle an der Stadtkirche St. Marien in Haldensleben und den Regionen West und Mitte des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt. Insgesamt galt es hier 52 Kirchengemeinden mit Orgeldiensten und verschiedenen Konzertangeboten sowie Singprojekten für Kinder und Erwachsene zu bedienen.

Sowohl in Stolzenau als auch in Haldensleben durfte ich über mehrere Jahre für die jeweiligen Landeskirchen als einer der Orgelsachverständigen auf Kirchenkreisebene tätig sein. Dieses Amt habe ich mit ganz viel Freude ausgeübt und konnte viele interessante Kontakte zu Kollegen und Orgelbaufirmen knüpfen. Während dieser Zeit wurde auch die Orgel-CD „Internationale Orgelmusik im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum“ produziert.

Besondere Schwerpunkte meiner Arbeit sind das künstlerische Orgelspiel und die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Leitung von Kinderchören war mir dabei immer ein besonderes Anliegen. Ebenso konnte ich mich intensiv der Aufführung von Oratorien und anderen großen kirchenmusikalische Werken widmen. Bachs Weihnachtsoratorium, Händels Messias, Mozarts Requiem und Haydns Schöpfung möchte ich hier stellvertretend nennen.

Eine ganz besondere Liebe habe ich in der Arbeit mit Blechbläsern, die eine starke Säule im evangelischen Gemeindeleben und aus diesem überhaupt nicht wegzudenken sind, gefunden. Als Tenorhornbläser bin ich so manches Mal mit dem Instrument im Arm aktiv dabei.

All die viele Musik muss immer zum Lobe Gottes erklingen! Dies soll auch hier in Bad Lippspringe zu spüren sein.