Gottesdienst to go 16. August 2026 - 10:15 Uhr

1. Station: Stelen am Wasserspielplatz

 

Bibeltext Johannes 4:

 

Jesus verließ Judäa und kehrte wieder nach Galiläa zurück.

Dabei musste er das Gebiet durchqueren, in dem die Samariter lebten.

Unterwegs kam er nach Sychar, einem Ort in Samarien.

In seiner Nähe liegt das Grundstück,

das Jakob einst seinem Sohn Josef vererbt hatte.

Dort befand sich der Jakobsbrunnen.

Jesus war müde von dem langen Weg

und setzte sich an den Brunnen.

Es war um die sechste Stunde.

Da kam eine Samariterin, um Wasser zu schöpfen.

Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken.«

Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen,

um etwas zum Essen zu kaufen.

Da sagte die Samariterin zu ihm:

»Du bist ein Jude, und ich bin eine Samariterin.

Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten?«

Denn die Juden vermeiden jeden Umgang mit Samaritern.

 

Gedanken zum Text:

 

Jesus setzt sich müde und durstig an den Jakobsbrunnen. Allein, die Jünger sind unterwegs zum Einkaufen. Nach jüdischer Zeitrechnung ist die sechste Stunde 12 Uhr mittags. Er hat Durst, hat aber nichts, womit er Wasser schöpfen kann. Da kommt die Samariterin gerade recht. Etwas ungewöhnlich für die Uhrzeit, denn Frauen holten Wasser eher morgens oder abends, wenn es etwas kühler war. Ungewöhnlich geht die Geschichte auch weiter, Jesus bittet sie um Wasser. Aber sie gibt ihm nichts, sie reagiert nach dem Motto ‚Was quatscht du mich denn an?‘. Johannes erklärt im Text, warum sie so reagiert. Juden vermeiden jeden Umgang mit Samaritern. Es ist heiß, Jesus hat Durst, bekommt aber nichts. Wenn sie ihm nichts gibt, wird er nicht gleich verdursten, denn irgendwann werden noch andere kommen, die ihm Wasser schöpfen können. Aber erst einmal muss er diese kleine Durststrecke aushalten.

 

Das Thema unseres Gottesdienstes to go lautet „Alle meine Quellen entspringen in dir“. Die Jordanquelle und die Lippequelle in der Nähe, nebenan der Wasserspielplatz. Aber wir stehen hier vor ein paar trockenen Steinen. Es ist schon einige Zeit her, da gab es hier mal zwischen den Steinen Wasser. Wasser ist wichtig. Wasser ist sozusagen unser Leben: Ein erwachsener Mensch besteht aus 60% bis 65% Wasser. Man verdurstet schneller als man verhungert. „Alle meine Quellen entspringen in dir.“ Aber was ist mit den Trockenzeiten, wenn das Leben schwierig ist?

 

Wenn mal keine Quelle im Leben sprudelt, sprechen wir von einer Durststrecke. Das sind schwierige Phasen in unserem Leben: irgendeine große Belastung, erlittene Verluste, Ängste, Krankheit, Geldmangel, Beziehungsschwierigkeiten, mangelnder Erfolg, fehlende Anerkennung, Burn-out und noch viele andere Situationen. Durststrecken im Leben, jeder kennt sie, sie scheinen unvermeidlich zu sein. Mal sehr heftig und belastend, mal weniger bedrückend. Während wir zur zweiten Station gehen, denken Sie an Durststrecken, die Sie in Ihrem Leben durchgemacht haben. Fehlt uns eventuell sogar ganz aktuell eine Quelle? Denken Sie aber auch ganz besonders daran, wie Sie Durststrecken überwunden haben. Was hat Ihnen geholfen? Vielleicht kommen Sie darüber miteinander ins Gespräch.

Neues Foto von den Stelen

Plakat Gottesdienst to go